Betis: interner machtkampf bei elfmetern – pellegrini setzt durch!
Ein kurioser Elfmeter-Streit zwischen Abde und Cucho Hernández sorgte beim Auswärtsspiel von Betis Sevilla gegen Braga für Aufsehen. Während der kolumbianische Stürmer schließlich die Verantwortung übernahm und den Ausgleich erzielte, offenbarte die Situation eine tiefere Geschichte von Unsicherheiten und Autoritätskämpfen innerhalb des Teams.
Ein wiederkehrendes muster bei betis
Es ist nicht das erste Mal, dass es bei Betis zu solchen internen Querelen kommt. Bereits am 29. September 2023, in einem Ligaspiel gegen Espanyol, kam es zu einer ähnlichen Situation. Abde hatte erneut einen Elfmeter herbeigefordert, der von Hernández Hernández angezeigt wurde. Doch auch damals wollte der Marokkaner selbst den Ball treten, was zu einer Verwirrung führte und letztendlich in einem vergebenen Elfmeter durch Abde endete. Manuel Pellegrini war sichtlich verärgert und versprach, dass eine solche Situation sich nicht wiederholen würde.
„Es gibt keine Erklärung dafür, besonders nicht im Moment von Lo Celso. Er ist der Designierte“, so Pellegrini damals in einem Interview mit Movistar LaLiga. Seine Worte waren eindeutig: Die Reihenfolge ist klar, und Abdes Eigenmächtigkeit wurde nicht toleriert.
Gegen Braga wiederholte sich das Szenario, jedoch mit Cucho Hernández als demjenigen, der die Initiative ergriff. Nach Absprache mit der Bank und seinen Mitspielern entschied sich der Kolumbianer, den Elfmeter selbst zu treten, entgegen Abdes Wünschen. Der Marokkaner zeigte seine Frustration, indem er den Treffer nicht einmal feierte. Pellegrini ließ daraufhin keine Zweifel daran, wer die Verantwortung trägt: „Der Designierte ist Cucho. Er hat die Verantwortung übernommen und sie gut genutzt.“

Cuchos standpunkt: selbstvertrauen und verantwortung
Auch Cucho Hernández selbst äußerte sich zu der Situation: „Es ist passiert, es sind Dinge, die im Fußball vorkommen. Es ist Elitefußball. Ich verstehe Abde, er hat das Foul provoziert, er hat ein gutes Spiel gemacht und wollte sein Spiel mit einem Tor krönen. Aber vor dem Spiel war gesagt, wer es schießt. Es war an der Reihe, dass ich schieße. Es war ein Moment, in dem es etwas gab, aber danach haben wir uns die Hand gegeben.“ Er betonte die Bedeutung des Selbstvertrauens für einen Stürmer und die Notwendigkeit, Verantwortung zu übernehmen.
Die Episode wirft ein Schlaglicht auf die Dynamik innerhalb der Mannschaft von Betis Sevilla. Während Abdes Talent unbestreitbar ist, scheint er mit der Einhaltung von Regeln und Hierarchien zu kämpfen. Pellegrini hat nun deutlich gemacht, dass er keine Unregelmäßigkeiten dulden wird und dass die Entscheidungsfindung im Team auf klare Verantwortlichkeiten basieren muss.
Die Geschichte erinnert auch an einen weiteren Vorfall nur Monate zuvor, als Fekir einen Elfmeter gegen die Real Sociedad vergeben hatte, obwohl er der Designierte war. Pellegrini betonte damals, dass es wichtig sei, in solchen Momenten Sicherheit zu gewährleisten.
Letztendlich zeigt die erneute Auseinandersetzung, dass Pellegrini entschlossen ist, die Ordnung in den Reihen seiner Mannschaft wiederherzustellen und dass die Einhaltung der Spielregeln und des Teamgeists oberste Priorität haben.
