Bestué stürmt auf europas bühne: historische zeiten in zagreb!

Jaël Bestué hat in Zagreb eine Sensation vorgelegt und sich mit einem starken dritten Platz über 200 Meter für die bevorstehenden Europameisterschaften in Birmingham in Position gebracht. Ihre Zeit von 22,80 Sekunden ist nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern katapultiert sie auch weit über die Qualifikationshürden.

Ein wettkampf voller überraschungen und deutscher erfolge

Ein wettkampf voller überraschungen und deutscher erfolge

Die kroatische Hauptstadt war Schauplatz eines hochkarätigen Meetings, bei dem sich zahlreiche deutsche Athleten in Szene setzten. Bestués Leistung überragte dabei jedoch, da sie die Mindestvoraussetzung der Europäischen Leichtathletikverbände (22,85 Sekunden) um ganze fünf Hundertstel unterbot und zudem die nationale Vorgabe (23,10 Sekunden) deutlich hinter sich ließ. Shaunae Miller-Uibo, die zweifache Olympiasiegerin über 400 Meter, ließ ihr keine Chance und gewann das Rennen in beeindruckenden 22,19 Sekunden.

Auch Lucia Carrillo zeigte eine solide Vorstellung und beendete das Rennen auf dem siebten Platz mit ihrer besten Saisonzeit von 23,47 Sekunden. Maribel Pérez musste sich in ihrem 100-Meter-Lauf der jamaikanischen Legende Elaine Thompson-Herah stellen, die nach langer Zeit wieder in Europa antrat. Pérez erreichte mit 11,15 Sekunden ebenfalls ihre persönliche Bestmarke und sicherte sich den sechsten Platz. Thompson-Herah gewann das Rennen in 10,91 Sekunden und unterbot damit ebenfalls die europäischen Normen.

Paula Sevilla glänzte im 400-Meter-Lauf und erreichte mit 51,13 Sekunden die erforderliche Qualifikationszeit für die EM. Ihre Teamkollegin Blanca Hervás landete knapp dahinter auf dem siebten Platz. Águeda Marqués steigerte sich über 3000 Meter auf 8:45,77 Minuten, während María Forero im 5000-Meter-Lauf mit 8:48,28 Minuten eine neue persönliche Bestzeit erzielte.

Ein bitteres Ende für Sáez und andere

Nicht alle deutschen Athleten konnten jedoch ihre Vorstellungen bestätigen. Carlos Sáez verpasste mit 3:33,63 Minuten knapp die EM-Norm über 1500 Meter, während Eusebio Cáceres im Weitsprung mit 7,93 Metern und Rocío Arroyo im 800-Meter-Lauf mit 2:08,83 Minuten ebenfalls die Qualifikationshürde nicht überwinden konnten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Kampf um die Teilnahme an den Europameisterschaften hart ist, aber die Leistungen von Bestué und einigen anderen deutschen Athleten geben Hoffnung auf eine erfolgreiche EM in Birmingham.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und es bleibt abzuwarten, welche weiteren Überraschungen die kommenden Wochen noch bereithalten. Ein Faktum ist jedoch klar: Das deutsche Team hat das Potenzial, in Birmingham für Furore zu sorgen.