Besiktas setzt auf spanien: garabaya übernimmt trainerposten
Istanbul bangt nicht vor Veränderungen! Der amtierende türkische Meister Besiktas JK hat Rubén Garabaya als neuen Cheftrainer für die Saison 2026/27 vorgestellt. Damit setzt der Verein konsequent auf die Erfolgsformel des spanischen Stils, nachdem Oliver Roy in den vergangenen drei Jahren die Liga, den Pokal und zwei Supercups dominiert hat.

Doppelbelastung für den neuen coach
Garabaya, der im April das Ruder bei der georgischen Nationalmannschaft übernommen hat, wird also ein ambitioniertes Doppelprogramm meistern. Eine ungewöhnliche, aber zunehmend gängige Praxis im internationalen Handball, die dem Spanier nun die Chance bietet, seine Fähigkeiten auf höchstem Niveau unter Beweis zu stellen. Die Frage ist: Kann er die Erfolgsgeschichte von Roy fortsetzen und gleichzeitig die georgische Auswahl voranbringen?
Die Entscheidung für Garabaya ist kein Zufall. Der 47-jährige Spanier bringt eine beeindruckende internationale Erfahrung mit, die weit über seine jüngsten Stationen beim Eurofarm Pelister und der chinesischen Damen-Nationalmannschaft hinausgeht. Seine Zeit als Assistent bei Ciudad de Logroño und seine Tätigkeit in Ägypten zeugen von seiner taktischen Versiertheit und seinem Talent, junge Spieler zu fördern. Doch die Herausforderung in Istanbul ist eine andere: Hier muss er nicht nur ein starkes Team führen, sondern auch eine tiefgreifende Erneuerung der Mannschaftstemplate meistern.
Denn der Sommer steht im Zeichen des Umbruchs. Neben dem Rücktritt des legendären französischen Spielmachers Cedric Sorhaindo verlässt auch der kroatische Torhüter Matej Asanin den Verein. Und damit nicht genug: Auch die spanischen Routiniers Eduardo Gurbindo, Joan Amigó und Xavi Castro werden nicht mehr Teil des Teams sein. Das bedeutet für Garabaya einen kompletten Neustart und die Aufgabe, neue Spieler zu integrieren, die den hohen Ansprüchen von Besiktas gerecht werden.
Oliver Roy hinterlässt zwar große Schuhe, aber die Vereinsführung scheint überzeugt, dass Garabaya der richtige Mann ist, um diesen schwierigen Übergang zu bewältigen. Die Ablösung ist perfekt. Roy, der seit Januar 2025 auch die türkische Nationalmannschaft trainiert, hat in Istanbul ein goldenes Zeitalter hinterlassen. Ob Garabaya an dieser Glanzzeit anknüpfen kann, wird sich zeigen. Die Fans des türkischen Rekordmeisters dürfen gespannt sein. Die nächste Saison verspricht jedenfalls Handball vom Feinsten – und eine spannende Doppelrolle für Rubén Garabaya.
