Berrettini zerquetscht cerúndolos märchen – sinner-bezwinger raus
Die Stunde der Rache für Italien schlägt. Matteo Berrettini schickt Juan Manuel Cerúndolo nach Hause – ohne dass der Argentinier auch nur einmal aufschlagen durfte, um das Match zu retten. Drei Sätze, drei Tiebreaks, keinen einzigen Satzverlust. Das 6:3, 7:6 (7:2), 7:6 (8:6) ist eine Demonstration, bei der jedes Zuspiel nach dem 4:3 im dritten Durchgang wie ein Leberhaken wirkt.
Cerúndolo geht leer aus – aber das märchen hatte dreck drauf
Noch vor 48 Stunden feierte der Weltranglisten-73. seinen Fünf-Satz-Sieg gegen Jannik Sinner wie einen Titel. Dabei vergaß er, dass er damit nicht nur den Weltersten, sondern auch sein Kraftwerk abfackelte. 5:58 Stunden gegen Martin Landaluce, 3:20 gegen Berrettini – in Summe eine Belastung, die selbst auf Sandbeinen schwer zu verkraften ist. „Ich kann nicht mehr, was ein Wahnsinn“, schrieb er auf Instagram. Das Problem: Berrettini hatte vor dem Viertelfinale einfach mehr im Tank.
Der 28-jährige Römer nutzte jede Lücke. Im zweiten Tiebreak jagt er zwei Asse hintereinander, im dritten reicht ein einziger Returnwinner, um Cerúndolos letzten Wind aus den Segeln zu nehmen. Drei Matchbälle, drei Breaks – das war keine Überraschung, das war eine Lektion.

Jetzt wartet arnaldi – und eine italienische halbfinal-chance
Das Viertelfinale gegen Landsmann Matteo Arnaldi roch schon vor Wochen nach Glanznummer. Beide kennen sich aus Juniorenzeiten, beide haben dieselbe stoische Ruhe, aber nur einer behält die Nerven auf dem Court Philippe Chatrier. Berrettini steht jetzt vor seiner fünften Grand-Slam-Viertelfinal-Teilnahme – und dem ersten, der ihn tatsächlich in die Königsklasse katapultieren könnte.
Die Zahlen sprechen Bände: Erstes Achtelfinale ohne Satzverlust seit Wimbledon 2021, erste Saison mit mehr als 10 Siegen auf Sand, dazu ein Aufschlagspiel, das Cerúndolo heute nur dreimal knackte. Die Melodie vor dem Duell mit Arnaldi: Wer Berrettinis Aufschlag nicht liest, liest das Turnierbuch nicht mit.
Paris ist noch lange nicht vorbei – und das Märchen trägt jetzt italienische Farben.
