Berrettini rast bublik und träumt von alcaraz in miami
Matteo Berrettini lebt wieder. Mit dem doppelten 6:4 gegen Alexander Bublik schmeißt der Römer die Tür zu seinem alten Leben auf – und Miami wird zum Schauplatz seiner neunten Auferstehung.
Vacherot als nächster prüfstein
Der Gegner heißt jetzt Valentin Vacherot, Monegasse, Serve-Monster, Welt-Ranglisten-67. Kein Top-20 mehr in dieser Viertel, dafür eine offene Auffahrt nach oben. Berrettini kennt das Muster: Er schlägt einen Gesetzten, die Draws öffnen sich, und plötzlich redet wieder ganz Rom über ihn.
Die Zahlen sind hart: 2024 fehlte er in Rom und Paris, schied in Wimbledon in Runde eins aus, holte dann aber Gstaad und Kitzbühel. 2025 begann mit einer Absage in Melbourne, doch auf dem Hartplatz von Florida liegt seine letzte Top-20-Scalp – jetzt hat er sie wieder.
Der mögliche Viertelfinal-Gegner: Tommy Paul. Die mögliche Halbfinale-Granate: Carlos Alcaraz. Berrettini selbst lacht das nicht aus. „Wenn ich Spaß habe, bin ich gefährlich“, sagte er nach dem Bublik-Match. Die Arena in der Crandon Park hört es und glaubt.

Sinner spielt parallel – italien trotzt dem regen
Neben dem Römer bleibt nur Jannik Sinner im Rennen. Luciano Darderi und Flavio Cobolli schieden schon, Lorenzo Musetti sagte ab. Es ist das übliche Drama des italischen Herbstes, nur dass er hier im Frühling steht.
Die Turnierleitung jagt dem Wetter hinterher, einige Abschnisse des Tableaus sind noch leer. Doch Berrettini hat seine Lücke schon gefüllt: Er ist der Mann, der nach jedem Sturz wieder auftaucht – und diesmal könnte Miami der Start sein, der ihn zurück in die Top-20 katapultiert.
Der Traum lebt, solange der Aufschlag sitzt. Berrettini weiß: Ein Sieg gegen Vacherot, und die Welt schaut wieder auf ihn. Dann darf er an Alcaraz denken – und an die neunte Halbinsel seiner Karriere, die vielleicht länger ist als alle vorher.
