Bernabéu bebt: bayern schüttelt real bis ins fundament!
Madrid – Ein Fußballabend, der die Gemüter erregte und den Rasen nicht die einzige Erschütterung erlebte. Der FC Bayern München hat im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League Real Madrid mit 2:1 besiegt, doch das eigentliche Beben ereignete sich in den Rängen des Estadio Santiago Bernabéu. Immer wenn die rund 4.000 Münchner Fans im Nordtribünenbereich jubelten, zitterte die Osttribüne – ein Phänomen, das, so munkelt man, die Bauschützer nach dem Spiel erklären müssten.

Ein sieg, der mehr fragen aufwirft als antworten liefert
Was auf dem Platz geschah, war jedenfalls ebenso bemerkenswert wie die seismische Aktivität im Stadion. Real Madrid verlor, und das nicht unverdient. Doch die Vorstellung des Teams von Daniel Arbeloa wirkte blass, ein Schatten der einstigen Madrider Übermacht. Der FC Bayern hingegen präsentierte sich als eine Einheit, die weit mehr zu bieten hat als nur die individuelle Klasse einiger Spieler.
Die Debatte um Kylian Mbappé wird weiter schwelen, aber die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Das einzige Tor für Real erzielte Mbappé, die besten Gelegenheiten entsprangen ebenfalls seinen Aktionen, während die Treffer des FC Bayern keineswegs auf individuelle Fehler der Madrilenen zurückzuführen waren. Die Theorie, Real sei ohne Mbappé stärker, entpuppt sich mal wieder als romantische Illusion, die dem harten Gesetz des Fußballs harausfordert.
Thiago Alcântara hatte erneut einen rabenschwarzen Tag. Nach dem blamablen Ausrutscher gegen Manchester City wiederholte sich das Schicksal in der entscheidenden Phase gegen den FC Bayern. Ein Ballverlust im Strafraum, den nur ein überragender Reflex von Andriy Lunin verhinderte, dass die Führung der Gäste nicht noch höher ausfiel. Lunin, der an diesem Abend überraschend gute Leistungen zeigte, rettete dem FC Bayern mehrfach.
Arda Güler hingegen glänzte. Der junge Spanier war der beste Mann im weißen Trikot, stets anspielbar und mit feinem Passspiel ausgestattet. Er bereitete Mbappés Tor vor und zeigte eine Leistung, die Hoffnung auf die Zukunft macht. Aber selbst seine brillante Leistung konnte die Niederlage nicht ungeschehen machen.
Manuel Neuer bewies, dass er trotz seines Alters noch immer zu den besten Torhütern der Welt gehört. Mit Paraden, die an seine Glanzzeiten erinnerten, hielt er den FC Bayern im Spiel, insbesondere in der ersten Hälfte, als er Mbappé und Vinícius Júnior mehrfach abwehrte. Ein echter Lebensretter in der Not.
Auch die Außenverteidiger hatten ihre Momente. Jeremie Frimpong nutzte seine Schnelligkeit, um die Real-Abwehr immer wieder zu gefährden, während Alphonso Davies mit seiner Technik glänzte. Doch auf Madrider Seite hatte Fran García eine schwere Aufgabe. Er wurde von Frimpong förmlich überspielt und hatte Mühe, mit dessen Tempo mitzuhalten.
Die strittigen Entscheidungen des Schiedsrichters Michael Oliver, insbesondere die gleichzeitige Gelbe Karte für Tchouaméni und Tah, werden noch lange diskutiert werden. Eine Frage des Ermessens, die aber möglicherweise den Ausschlag in der Gesamtwertung geben könnte. Aber auch die Tatsache, dass die Bayern die besseren Spieler auf den Platz gebracht haben, ist unbestreitbar.
Das Rückspiel in München verspricht ein spannungsgeladenes Duell zu werden. Doch die Partie in Madrid hat eines deutlich gezeigt: Der FC Bayern ist bereit für die Königsklasse, und Real Madrid muss sich noch neu erfinden, wenn es in der Champions League bestehen will. Die Bayern haben gezeigt, dass sie bereit sind, das Erbe der europäischen Fußball-Elite zu übernehmen.
