Bayern schüttelt bernabéu bis ins fundament – und das im wahrsten sinne des wortes!

Madrid bebte gestern Abend nicht nur vor Anspannung, sondern auch vor seismischen Aktivitäten. Während der Champions-League-Kracher zwischen Real Madrid und Bayern München die Fußballwelt in Atem hielt, sorgten die Anhänger des deutschen Rekordmeisters für unerwartete Erschütterungen im Estadio Santiago Bernabéu. Jedes Mal, wenn die rund 4.000 Bayern-Fans im oberen Nordtribünenblock jubelten, wackelte die Osttribüne spürbar – ein Phänomen, das die Gemüter erregte und Fragen aufwarf.

Ein fundament im wandel?

Die Geräusche waren unüberhörbar, die Bewegung sichtbar. Offizielle Beteuerungen, es handle sich um normale Ausdehnungen aufgrund der Bauweise, konnten die Bedenken nicht völlig zerstreuen. Ein Architekt sollte sich das Ganze wohl doch noch einmal genauer ansehen, um jeglichen Zweifel auszuräumen. Denn eines ist klar: Die Erschütterungen waren real, und sie unterstrichen eine insgesamt schwache Vorstellung der Madrilenen.

Auch wenn die Niederlage gegen den Bayern-Klub sicherlich nicht verdient war, so offenbart sie doch eine Lücke im Real-Madrid-Team, die über den Ausfall von Mbappé hinausgeht. Der Franzose, dessen Tor und Beteiligung an den besten Gelegenheiten unbestreitbar waren, scheint derzeit der einzige Spieler zu sein, der das Potenzial besitzt, das Spiel des Teams zu entscheiden. Die Theorie, dass Real Madrid ohne Mbappé zu einem vermeintlich „schöneren“, „kameradschaftlicheren“ Team wird, entpuppt sich somit als romantische Illusion, die der kalten Realität des Fußballs nicht standhält.

Thiagos albtraum geht weiter

Thiagos albtraum geht weiter

Thiago Alcántara erlebte erneut eine Partie zum Vergessen. Ein Ballverlust in der Gefahrenzone ermöglichte den Bayern eine gefährliche Angriffssituation. Bereits gegen Manchester City hatte er eine ähnliche Szene verursacht, wobei ihm Courtois in höchster Not den Rückstand ersparte. Diesmal war es Lunin, der mit einer Glanzparade Gnabrys Schuss abwehrte. Der Youngster verdiente sich zwar die Ovationen des Publikums, doch sein riskantes Spiel in der eigenen Hälfte birgt weiterhin Gefahren.

Arda güler – ein hoffnungsschimmer

Arda güler – ein hoffnungsschimmer

Arda Güler hingegen präsentierte sich von seiner besten Seite. Er verstand das Spiel, kämpfte unermüdlich und war der beste Spieler im weißen Trikot. Seine präzisen Pässe und sein Antritt bereiteten Real immer wieder gefährliche Situationen vor und ermöglichten Mbappé einen vielversprechenden Angriff.

Neuer – der alte hase

Neuer – der alte hase

Manuel Neuer bewies, dass er trotz seines Alters immer noch zu den besten Torhütern der Welt gehört. Mit drei herausragenden Paraden in der ersten Hälfte, darunter zwei gegen Mbappé und eine gegen Vinícius, hielt er den Bayern im Spiel. Auch in der zweiten Hälfte bewies er seine Klasse mit weiteren starken Eingriffen und sorgte dafür, dass sein Team bis zum späten Tor ohne Gegentreffer blieb.

Carreras im rampenlicht – und nicht zum guten

Carreras im rampenlicht – und nicht zum guten

Olise nutzte die Partie, um Carreras eine Lehrstunde zu erteilen. Der Rechtsverteidiger des Madrids hatte gegen den pfeilschnellen Angreifer kaum eine Chance. Ein solch deutlicher Klassenunterschied war im Bernabéu schon lange nicht mehr zu beobachten.

Schiedsrichter-plausch?

Schiedsrichter-plausch?

Die Entscheidungen von Schiedsrichter Oliver bezüglich Tahs Foul an Mbappé und Tchouaménis Kontakt mit Olise wirfen Fragen auf. Beide Aktionen wurden mit der gleichen Strafe geahndet, obwohl die Situationen unterschiedlich waren. Diese Ungleichheit könnte Auswirkungen auf die Rückspielpartie haben.

Am Ende steht ein Bayern-Sieg, der nicht nur durch die individuelle Klasse einiger Spieler, sondern auch durch die kollektive Stärke des Teams ermöglicht wurde. Real Madrid hingegen wirkt derzeit fragil und abhängig von einzelnen Glanzleistungen. Ob das Team von Ancelotti in der Lage sein wird, in München den Rückstand wettzumachen, bleibt abzuwarten – aber die Zeichen stehen nicht gut.