Benefizauktion für jugendliche mit psychischen problemen startet

Signierte Trikots von AC Milan und Juventus, Kunstwerke, Designobjekte – und dahinter steckt mehr als Nostalgie. Seit dem 9. März läuft eine Online-Benefizauktion, deren gesamter Erlös direkt in die Unterstützung von Jugendlichen mit psychischen und psychiatrischen Problemen fließt. Veranstalter ist C'è Da Fare Ets, eine Non-Profit-Organisation, die der italienische Comedian und Moderator Paolo Kessisoglu gemeinsam mit Silvia Ronchi im Jahr 2023 ins Leben gerufen hat.

Was hinter der auktion steckt

Die Zielgruppe ist klar definiert: Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren, die mit psychologischen oder psychiatrischen Schwierigkeiten kämpfen. Kein abstraktes Hilfsprojekt – sondern eine direkte Reaktion auf eine Realität, die in Italien, wie auch in Deutschland, immer drängender wird. Der Verbrauch von Psychopharmaka in dieser Altersgruppe steigt. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Die Auktion bleibt rund zehn Tage aktiv. Den Abschluss bildet am 18. März ein Charity-Dinner, das die gesamte Aktion krönt. Wer mitbieten möchte, tut das online – und wer gewinnt, bekommt nicht nur ein Sammlerstück, sondern finanziert gleichzeitig konkrete Projekte in mehreren italienischen Städten.

Fußball als türöffner für eine ernste botschaft

Fußball als türöffner für eine ernste botschaft

Dass Fußballtrikots und Vereinsrelikte unter den Auktionslosen auftauchen, ist kein Zufall. Sport zieht Aufmerksamkeit an. Und genau diese Aufmerksamkeit nutzt C'è Da Fare Ets bewusst, um auf ein Thema hinzuweisen, das gesellschaftlich noch immer zu leise behandelt wird: die psychische Gesundheit junger Menschen.

Neben den Fußballstücken stehen Kunstwerke, Modeartikel, Accessoires namhafter Marken sowie Erlebnisse aus der Gastronomie- und Hotelleriewelt zur Versteigerung. Eine bunte Mischung – zusammengehalten von einem einzigen Ziel.

Der Verein setzt zudem auf Bewegung als Botschaft: Solidaritätsradtouren, Wanderungen und Kulturveranstaltungen gehören zum Repertoire von C'è Da Fare Ets. Sport als Werkzeug der Sensibilisierung – das klingt nach einer Idee, die auch hierzulande Schule machen könnte. Und das nicht irgendwann, sondern jetzt.