Bellingham überzeugt: england vor dem wm-start!
Die Atmosphäre um Jude Bellingham in England war in den letzten Monaten angespannt. Insbesondere seit Thomas Tuchel das Ruder übernommen hat, gab es offene Fragen nach seiner Rolle im Team. Doch der Youngster vom Real Madrid hat im letzten Testspiel gegen Costa Rica einen wichtigen Schritt gemacht, um sich seinen Platz im Aufgebot für das WM-Debüt gegen Kroatien zu sichern – und damit die Gemüter beruhigt.

Tuchels klare ansage: kein einzelkämpfer-wettbewerb
„Wir haben bewiesen, dass wir auch ohne Bellingham gewinnen können“, betonte Tuchel vor dem Spiel. „Er ist bei uns, aber wir müssen aufhören, über einzelne Spieler zu sprechen. Jude kann diese WM nicht alleine gewinnen – das ist schlichtweg unmöglich.“ Diese Worte signalisierten eine klare Botschaft: Bellingham steht im Kader, aber er ist kein unantastbarer Star. Die Möglichkeit, dass er aufgrund der starken Konkurrenz, insbesondere von Morgan Rogers, zunächst auf der Bank bleiben würde, schien realistisch, insbesondere nach der Auswechslung von Palmer und Foden.
Die Leistungen von Rogers, der in dieser Saison bereits 25 Tore vorbereitete, und sein Spielstil, der dem von Tuchel gewünschten vertikalen Ansatz entspricht, machten ihn zu einem ernsthaften Konkurrenten. Tuchel schätzte die gesunde Rivalität zwischen den beiden Spielern, betonte aber, dass es keine Feindschaft sein dürfe. Die Entscheidung, wer neben Declan Rice und Elliot Anderson im zentralen Mittelfeld spielen wird, ist also noch nicht endgültig gefallen.
Bellingham zeigt Reaktion: Autokritik und Kampfgeist
Nach seinem Einsatz gegen Neuseeland, bei dem er zudem die Kapitänsband übernahm, zeigte Bellingham selbstkritisch: „Ich komme von einer schweren Saison mit ein paar Verletzungen. Es ist das erste Mal, dass mir das passiert. Aber ich fühle mich stark und körperlich viel besser als zu Beginn der Saison. Ich fühle mich bereit und sehr aufgeregt.“
Im Spiel gegen Costa Rica bewies Bellingham, dass er bereit ist, sich dem Konkurrenzkampf zu stellen. Obwohl er, insbesondere in der ersten Halbzeit, noch nicht sein volles Potenzial zeigte, war seine Leistung überzeugend. Seine Antizipation im Strafraum, seine präzisen Pässe und seine Vorbereitung für das 1:0 zeigten seine Klasse. Auch die Vorlage für Madueke, die zum 2:0 führte, unterstreichen seinen Wert für das Team.
Tuchel deutete an, dass die Aufstellung gegen Costa Rica wahrscheinlich auch gegen Kroatien zum Einsatz kommen könnte. Bellingham, der etwas höher agierte als Rice und Anderson eine Ankerrolle übernahm, fand zunächst schwer in das Spiel. Doch er gab nicht auf und zeigte seinen Willen, sich zu beweisen. Seine Statistiken sprechen für sich: 53 Ballaktionen, 37 von 40 Pässen, 3 erfolgreiche Dribblings und 4 von 5 gewonnenen Zweikämpfen. Ein deutliches Zeichen seiner Entschlossenheit.
Mit gestiegeneren Verantwortlichkeiten als Spielmacher und der Unterstützung von zwei schnellen Flügelspielern, die ihm Räume schaffen, will Bellingham seinen Platz im Team festigen. Die Entscheidung liegt nun bei Tuchel, aber Bellingham hat gezeigt, dass er bereit ist, alles zu geben, um seine Chance zu nutzen. Das Ergebnis: Ein Jude Bellingham, der sichtlich befreit wirkt und bereit ist, in die WM-Saison zu starten.
