Atlético madrid: der kampf gegen die giganten eskaliert!

Die Schlagzeilen überschlagen sich: Während die Welt sehnsüchtig auf die WM blickt, hat der Atléti-Vorstand die Karten neu gemischt. Der Verein, traditionell im Schatten von Real Madrid und Barcelona, legt nun offen die Zähne zeigen – und das mit einem bemerkenswerten Maß an Selbstironie und gezielten Provokationen.

Die eskalation im social-media-krieg

Die jüngsten Auseinandersetzungen in den sozialen Medien haben eine neue Dimension erreicht. Zunächst war es der FC Barcelona, der für die Verhandlungen um Julián Álvarez in der Kritik stand. Doch in dieser Woche richtete der Atléti seine Geschützskanone auf den Erzrivalen aus Madrid. Die offizielle Mitteilung des weißen Palastes über das Angebot für den jungen Stürmer stieß im Metropolitano auf völliges Unverständnis und eine gehörige Portion Empörung. Die Wortwahl von Florentino Pérez, der von „guten Beziehungen“ zwischen den Vereinen sprach, wirkte angesichts der angespannten Lage schlichtweg absurd. Nur Enrique Cerezo, der Atléti-Präsident, pflegt noch einen halbwegs freundschaftlichen Umgang mit seinem Pendant.

Die Spannungen sind seit Jahren spürbar, verstärkt durch die ständigen Gerüchte über Abwerbungen von Talenten aus der Atléti-Akademie. Die Copa del Rey und die Champions-League-Duelle haben die Rivalität zusätzlich angeheizt. Nach dem klaren Sieg im Hinspiel der Copa del Rey versuchte der FC Barcelona, den Erfolg des Atléti herunterzuspielen – zunächst durch unsportliche Schiedsrichterbeschwerden, dann durch abwertende Kommentare aus dem Umfeld des Camps Nou.

Doch der Atléti reagiert nun mit einer neuen Härte. Die Verantwortlichen scheinen beschlossen zu haben, dem vermeintlichen Dominanzanspruch von Madrid und Barcelona mit aller Macht entgegenzutreten. Die Abwehr des Angebots für Julián Álvarez war dabei nur der Auftakt.

Der vorwurf der einflussnahme

Der vorwurf der einflussnahme

Über die Personalie Julián Álvarez hinaus übt der Atléti nun auch offenen Zorn über die angebliche Einflussnahme des Real Madrid auf den Schiedsrichterkollegium. Der Verein wirft den Madrilenen vor, durch seine eigenen Fernsehkanäle Druck auf die Unparteiischen auszuüben – eine Anschuldigung, die in den sozialen Medien für heftige Diskussionen sorgt. Die jüngste Nicht-Platzvergabe für Gerard Moreno im Ligaspiel, die anschließend vom CTA bestätigt wurde, befeuert diese These zusätzlich.

Die Forderung an Real Madrid, „Aprovechando la buena relación con vuestro nuevo presidente, a ver si dejáis de ‘robar’ jugadores de nuestra Academia“ (Nutze die gute Beziehung zu deinem neuen Präsidenten, um aufzuhören, Spieler aus unserer Akademie abzuschöpfen) verdeutlicht die tiefe Frustration, die in der Vereinsführung des Atléti herrscht. Es ist ein deutliches Signal, dass der Atléti Madrid nicht länger bereit ist, eine passive Rolle in der spanischen Fußballlandschaft zu spielen. Die Zeiten, in denen man sich stillschweigend dem vermeintlichen Willen der großen Vereine beugte, sind vorbei.

Der Atléti hat seinen eigenen Weg eingeschlagen, fernab von den Interessen Real Madrid und Barcelona. Und das mit einer Entschlossenheit, die in der Liga ihresgleichen sucht.