Bellingham glück gehabt? gräfe schaut sich fragwürdige szene an

Ein Raunen ging durch die Stadien, als Jude Bellingham im zweiten Gruppenspiel zwischen England und Ghana eine Geste zeigte, die durchaus als unsportlich gewertet werden könnte. Schiedsrichter-Experte Manuel Gräfe hat die Szene nun unter die Lupe genommen – und kommt zu einem überraschenden Urteil.

Die strittige szene im wm-duell

Die strittige szene im wm-duell

Das Spiel England gegen Ghana endete torlos, doch die Diskussionen darum gehen weiter. Jude Bellingham, der Leistungsträger der Three Lions, geriet in einen hitzigen Moment und reagierte mit einer Geste auf ein Foulspiel. War das eine harmlose Reaktion oder verdient ein Platzverweis? Die Frage beschäftigt die Fußballwelt.

Manuel Gräfe, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter und heutiger Experte, analysierte die Situation im Detail. Sein Fazit: Bellingham hatte Glück, nicht die rote Karte zu sehen. „Die Geste war eindeutig, aber der Schiedsrichter hat entschieden, dass es nicht so gravierend war“, so Gräfe. „Es war ein Risiko, aber er ist davongekommen.“

Die Meinungen gehen auseinander. Einige sehen in Bellinghams Reaktion lediglich eine natürliche Reaktion auf Frustration. Andere fordern eine härtere Linie, um unsportliches Verhalten zu ahnden. Die Tatsache, dass der Schiedsrichter vor Ort keine rote Karte zückte, wirft jedoch Fragen auf. Die FIFA wird die Szene sicherlich intern prüfen, auch wenn eine nachträgliche Strafe unwahrscheinlich ist.

Die Nullnummer gegen Ghana war für England ein Dämpfer. Nun muss das Team von Gareth Southgate gegen die USA liefern, um seine Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale zu wahren. Dabei wird die Leistung von Jude Bellingham eine Schlüsselrolle spielen – ohne die Gefahr eines vorzeitigen Platzverweises.