Beccacece packt koffer: wm-aus beendet ära in ecuador!
Ein jähes Ende für Sebastian Beccacece: Nach dem bitteren Ausscheiden Ecuadors bei der Weltmeisterschaft hat der argentinische Coach seinen Rücktritt von der Nationalmannschaft bestätigt. Der Sieg gegen Deutschland konnte denAbgang nicht mehr verhindern – eine überraschende Wende im südamerikanischen Fußball.

Die enttäuschung nach dem mexiko-spiel
Die Enttäuschung über das 0:2 gegen Mexiko im WM-Sechzehntelfinale war offensichtlich, doch der eigentliche Knackpunkt lag tiefer. Beccaceces Vertrag, der bis zum Ende der WM galt, wird nun nicht verlängert. „Wir haben unser Ziel verfehlt – die beste WM in der Geschichte Ecuadors zu spielen“, kommentierte der 45-Jährige die Situation. Es deutet vieles darauf hin, dass es hinter den Kulissen bereits Spannungen gab.
Ein Handschlag, der mehr sagte als tausend Worte: Nach der Roten Karte von Abwehrspieler Piero Hincapié verweigerte dieser dem Coach den Handschlag. Ob dies ein Zeichen von Frust oder gar persönlicher Abneigung war, bleibt zwar Spekulation, doch es unterstreicht die angespannte Atmosphäre im Team. Die Gerüchte über Widerstand gegen Beccacece in der Mannschaft halten sich hartnäckig.
Beccaceces Amtszeit begann im August 2024 mit einem Paukenschlag: Ecuador sicherte sich unter seiner Führung den zweiten Platz in der WM-Qualifikation – dank einer beeindruckenden Serie von elf Spielen ohne Niederlage. Der Höhepunkt war der 1:0-Sieg gegen den amtierenden Weltmeister aus Argentinien, Beccaceces Heimatland. Ein Triumph, der nun in einem bitteren Nachgeschmack endet.
Die Weltmeisterschaft selbst verlief für Ecuador wechselhaft. Ein 0:1 gegen die Elfenbeinküste und ein 0:0 gegen Curacao ließen die Fans bangen, doch der überraschende Sieg gegen Deutschland – ein 2:1 – ermöglichte den Einzug ins Sechzehntelfinale. Beccaceces überschwänglicher Jubel, bei dem er die Tribüne stürmte, um seine Frau Patricia und die beiden Töchter zu umarmen, ging um die Welt.
Die Leistung der Mannschaft war insgesamt nicht schlecht, aber die taktische Ausrichtung und die zwischenmenschlichen Beziehungen scheinen unter Druck zu gerissen zu sein. Es bleibt abzuwarten, welche Lehren der ecuadorianische Fußballverband aus diesem Kapitel zieht und wer Beccacece beerben wird. Die Suche nach einem neuen Trainer beginnt.
