Bc marburg scheitert knapp am pokalfinale
Ein dramatisches Pokal-Halbfinale in Berlin endete für die Basketballerinnen des BC Marburg mit einer knappen Niederlage gegen Titelverteidiger Keltern. Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd und einem Herzschlagfinale mussten sich die Hessinnen mit 74:79 geschlagen geben.

Das spiel der extremen wechselbäder
Der Start ins Spiel verlief denkbar schlecht für Marburg. Keltern dominierte die erste Viertel und ging frühzeitig mit einem zweistelligen Vorsprung in Führung. Bis zum 2:13 benötigten die Marburgerinnen ungewöhnlich lange, um die ersten Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Doch die Mannschaft von Trainer Christian Greve zeigte Moral und kämpfte sich langsam zurück ins Spiel. Im dritten Viertel gelang ein furioses Comeback, das die Zuschauer in der Berliner Arena begeisterte. Punkt für Punkt verkürzten die Hessinnen den Rückstand und gingen schließlich acht Minuten vor Schluss sogar erstmals in Führung.
Die letzten Sekunden des Spiels waren an Spannung kaum zu überbieten. Bei Gleichstand 74:74 vergab Marburg eine gute Wurfchance, während Keltern mit einem Korb in letzter Sekunde die Entscheidung zugunsten der Süddeutschen traf. Caitlyn Parker Jones war mit 23 Punkten die erfolgreichste Werferin bei Marburg, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.
Für die Blue Dolphins geht es nun im Spiel um Platz drei gegen die Saarlouis Royals. Auch wenn das Pokalfinale verpasst wurde, bietet dieses Spiel die Chance, ein versöhnliches Ende einer ansonsten erfolgreichen Saison zu finden. Die Royals hatten zuvor gegen Alba Berlin erst nach Verlängerung mit 67:71 das Nachsehen gehabt.
Die Niederlage gegen Keltern ist ein bitterer Rückschlag, aber die Leistung der Marburgerinnen in diesem Pokalturnier zeigt, dass sie zu den besten Teams in Deutschland gehören. Die Moral und der Kampfgeist, den sie bewiesen haben, sind beeindruckend und lassen auf eine erfolgreiche Zukunft hoffen. Aber die bittere Pille, dass die Chance auf den Titel vergeben ist, bleibt.
