Bayern-trainer-suche: pešićs nachfolger – gavel der heiße tipp?
München bangt! Der FC Bayern hat zwar das Bundesliga-Spiel gegen die Würzburg Baskets mit 90:81 gewonnen, doch der Blick gilt bereits der Zukunft: Die Trainerfrage beschäftigt die Fans und Verantwortlichen gleichermaßen. Svetislav Pešić, die Legende an der Seitenlinie, wird die Saison beenden, und die Suche nach seinem Nachfolger hat bereits jetzt für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt.
Ein alter bekannter im fokus
Kandidat Nummer eins im Raum steht ein Mann, der in München alles andere als unbekannt ist: Anton Gavel. Der frühere Spieler hat sich als Trainer einen Namen gemacht, und seine Erfolge sprechen für sich. Mit den BMA365 Baskets führte er das Team mit dem kleinsten Etat der BBL sensationell zum Pokalsieg – ein Coup, der für Furore sorgte. Und auch 2023 führte er Ratiopharm Ulm zum Meistertitel. Aktuell coacht Gavel die Basketball Löwen Bamberg, wo sein Vertrag noch bis 2027 läuft. Eine Ablöse wäre also unvermeidlich, sollte sich Bayern für ihn entscheiden.
Doch Gavel ist nicht der einzige Kandidat. Namen wie Dušan Alimpijević (Vertrag bis 2027 bei Besiktas) und Frédéric Fauthoux (Vertrag bis 2027 bei JL Bourg Basket) werden ebenfalls immer wieder gehandelt. Die Frage ist: Ist Bayern bereit, für einen Top-Trainer tief in die Tasche zu greifen?

Bayern hält die karten dicht
Dragan Tarlac, der Sportdirektor des FC Bayern, hält sich mit Aussagen zur Trainersuche zurück. „Wir werden einen neuen Coach bekommen, der allen Anforderungen des FC Bayern Basketball entspricht“, so Tarlac gegenüber Dyn. „Wenn es soweit ist, werden wir den Namen bekanntgeben. Bis dahin dauert es aber noch.“ Auch über Gavel verweist er auf die aktuelle Situation: „Ich verstehe das Verlangen nach Namen, aber zu diesem Zeitpunkt geht es um die Play-offs für uns.“
Ein klares Signal gab Tarlac jedoch beim Thema Ablöse: „Wir haben niemals eine Ablösesumme für einen Trainer bezahlt. Wir sind nicht bereit, eine Ablösesumme zu zahlen.“ Diese Ansage könnte die Suche erheblich erschweren, da die Top-Kandidaten in der Regel an Verträge gebunden sind.
Die Millionen-Frage bleibt also: Wie viel ist der neue Bayern-Trainer wirklich wert? Gerüchte besagen, dass im Sommer 2024 bereits über eine Million Euro für die Freigabe von Weltmeister-Trainer Gordon Herbert aus seinem Vertrag in Japan geflossen sein sollen. Ein teurer Spaß, der den FC Bayern möglicherweise zwingt, kreativ zu werden.
In der Partie gegen Würzburg zeigte sich Bayern keineswegs von der Trainersuche ablenken lassen. Bei einer knappen 37:46-Führung zur Pause sorgte das Team im zweiten Viertel für einen regelrechten Punkte-Schauer und drehte das Spiel. Ein Highlight war der 710. Dreier von Andi Obst in seiner BBL-Karriere – ein neuer Rekord für deutsche Spieler, der den ehemaligen Rekordhalter Pascal Roller (Skyliners Frankfurt) abgelöst hat. Obst reiht sich damit als dritter erfolgreichster Dreierwerfer überhaupt ein, hinter Ricky Paulding und Julius Jenkins.
72 Sekunden vor Schluss gelang Bayern mit dem 85:79 die endgültige Entscheidung. Bittere Szenen gab es jedoch kurz vor Schluss, als Bayern-Star Nenad Dimitrijevic schwer verletzt vom Feld getragen werden musste. Seine Zukunft im Team ist nun ungewiss – ein weiterer Grund für die Verantwortlichen, sich zu konzentrieren und schnellstmöglich eine Lösung für die Trainerfrage zu finden. Die Suche geht weiter, und der FC Bayern muss sich sputen, um den Platz auf der Bank nicht unnötig zu verzögern.
