Bayern-frauen demolieren essen: 5:0 nach platzverweis und elfmeter-krimi

Zehn Minuten reichten dem FC Bayern München, um die SGS Essen demontageartig aus dem Gleichgewicht zu werfen. Mit 5:0 (2:0) fuhren die Münchnerinnen am Freitagabend den 19. Sieg im 20. Saisonspiel ein – und das, obwohl die Gegnerinnen lange nicht wussten, wie ihnen geschah.

Platzverweis nach fünf minuten – dallmann trifft per kopf

Die Partie war noch jung, da schon verrückt. Pernille Harder netzte in der vierten Minute zur frühen Führung ein. Sekunden später riss Jacqueline Meißner die Linie, um die Däbin am Weglaufen zu hindern – Notbremse, Rot, Freistoß. Linda Dallmann, erst am Donnerstag bis 2027 verlängert, verlängerte die Hereingabe per Kopf zum 2:0 – Spiel entschieden, eigentlich.

Essen lief fortan mit zehn Damen dem eigenen Schatten hinterher. Die Bayern ließen den Ball laufen, spielten Tempo und Nerven der Hausherren kaputt. Nach der Pause wurde es demonstrativ: Harder verwandelte einen selbst herausgeholten Strafstoß (68.), kurz darauf schob Natalia Padilla-Bidas das 4:0 nach (71.). Edna Imade besiegelte in der 89. Minute die Demütigung.

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Für die SGS Essen dürfte der nächste Albtraum bereits fest kalendarisch verankert sein: Am 6. April empfangen sie die Bayern erneut – diesmal im DFB-Pokalhalbfinale. Vorher steht für den Rekordmeister am Mittwoch (21.00 Uhr, Disney+) das Viertelfinalhinspiel der Champions League bei Manchester United an. Die Formkurve zeigt steil nach oben, die Moral auch. Die Meisterschaft wirkt längst beschlossene Sache. Essen hingegen muss aufpassen, nicht als Statist in zwei Wettbewerben zu enden – innert einer Woche.