Bayern-dominanz: magath schimpft – „kein richtiger wettbewerb mehr!

München – Felix Magath hat nach dem 35. Deutschen Meistertitel des FC Bayern München kein Zucken um den Mund. Im Gegenteil: Der Ex-Trainer schießt scharf gegen die Bundesliga und kritisiert die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.

Die bundesliga im abwärtstrend?

Die bundesliga im abwärtstrend?

„Eigentlich muss man sagen, dass die Bundesliga im Abwärtstrend ist“, äußerte Magath im „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Rundfunks. Seine heftigste Kritik richtete sich gegen den jährlichen Abgang der besten Spieler ins Ausland – vor allem in die englische Premier League. „Wir verlieren jedes Jahr die besten Spieler“, klagt der 72-Jährige. „Es kommen zwar immer wieder talentierte Spieler nach, aber in der Breite haben wir nicht mehr so viele Spitzenleute, wie das früher der Fall war.“

Doch nicht nur der Spielermangel bereitet Magath Sorgen. Er bemängelt auch die Akzeptanz der Bayern-Dominanz durch die anderen Vereine. „Es ist so, dass wir in der Bundesliga keinen richtigen Wettbewerb mehr haben. Der FC Bayern ist für alle unerreichbar und steht ganz oben. Der Rest ist eigentlich ganz zufrieden mit dem, was abläuft.“

Die Ursache dafür sieht Magath in der ungleichen Verteilung der finanziellen Mittel. „Das Geld wird nicht gerade sinnvoll und gerecht verteilt“, kritisiert er. Die Teilnahme an der Klub-Weltmeisterschaft, bei der Bayern und Borussia Dortmund in den USA starteten, habe die Bayern finanziell weiter aufgerüstet. „Da bleibt der Wettbewerb letztendlich auf der Strecke.“

Magath lässt keinen Zweifel daran, dass die aktuelle Entwicklung besorgniserregend ist. Er fordert eine grundlegende Reform der Bundesliga, um den Wettbewerb wiederherzustellen und die Spannung zurückzubringen. Die Bundesliga muss dringend umdenken, sonst droht ein weiterer Rückschlag für den deutschen Fußball. Der Meistertitel des FC Bayern mag zwar eine Freude für die Fans sein, doch für die Zukunft des Oberhauses ist er ein mahnendes Beispiel.