Bayern zerquetscht braunschweig und enteilt der liga – berlin droht die vorentscheidung
98:80, sechs Punkte Vorsprung, ein Spiel weniger – die Bayern-Basketballer haben den Meisterkampf am Montagabend in München vorzeitig versiegelt. Die Löwen aus Braunschweig? Zerfetzt nach 40 Minuten, ohne Antwort auf Andreas Obst, der mit 21 Punkten den WM- und EM-Champion mal eben zur Matchsäge umfunktionierte.
Das war kein Spiel, das war eine Demonstration. Pesic’ Mannen warfen sich in der Audi Dome-Arena in einen Rausch, den selbst der ehrgeizige Berliner Pokalsieger nur noch theoretisch stoppen kann. 50:37 zur Pause ließ keine Frage offen: Hier regiert der Rekordmeister, hier wird die 33. Bundesligakrone eingeschmiedet.

Pesic dreht an der schraube – und braunschweig dreht durch
Was der „Trainerfuchs“ Svetislav Pesic seinen Spielern in der Kabine einbläute, blieb geheim. Fakt: Nach dem Seitenwechsel setzten die Münchener einen 12:0-Lauf, der die Gäste vollends entthronte. Ein 20. Sieg im 22. Spiel – diese Quote ist nicht nur Liga-High, sie ist ein Ausrufezeichen Richtung EuroLeague, wo am Donnerstag Anadolu Efes Istanbul gastiert.
Die Löwen, Tabellenletzter mit nur vier Erfolgen, fanden keen Reim auf Obst’ Treffsicherheit und auf Bayerns druckvolle Defense. Fehlerkette auf Fehlerkette, Ballverlust um Ballverlust – am Ende ein 18-Punkte-Grab.
Die Causa Meisterschaft verkommt zur Nebensache. München kann sich auf die EuroLeague konzentrieren, während Berlin wohl nur noch die Silbermedaille einsammelt. Die Frage ist nicht mehr, ob die Bayern die Schale holen – sondern wann.
