Bayern zahlt 55 millionen: saibari-deal nur noch unterschrift entfernt

Der Rekordmeister schlägt erneut zu. Ismael Saibari steht in Orlando vor dem Medizincheck, der letzte Akt des 55-Millionen-Euro-Krimis. Nach Informationen von Transferpapst Fabrizio Romano stimmen sich Bayern München und PSV Eindhoven inzwischen nur noch über die Modalitäten ab.

Der deal in zahlen: warum 55 millionen gerechtfertigt sind

Zwei Tage nach Marokkos 1:1 gegen Brasilien wird Saibari die WM-Pause nutzen, um den langjährigen Vertrag bis 2031 zu besiegeln. Die Ablöse übersteigt den aktuellen Marktwert des 25-Jährigen um satte 15 Millionen – ein Preis, den Vincent Kompany persönlich durchgesetzt hat.

Die Logik dahinter: In 37 Pflichtspielen lieferte der Rechtsfuß 19 Tore und neun Assists. Kein offensiver Bayern-Akteuer kam 2025/26 auch nur in diese Nähe. Mit dem Abgang von Nicolas Jackson fehlt vor allem Variabilität im letzten Drittel – Saibari bietet sie. Zentrales offensives Mittelfeld, beide Flügel, falsche Neun, klassische Spitze: ein Schweizer Taschenmesser mit Torriecher.

Der psv-knackpunkt und bayerns plan b

Der psv-knackpunkt und bayerns plan b

Lange blockierte Eindhoven. Der Klub wollte die Ablöse in einer Summe, Bayern bot Staffelzahlungen bis 2028. Der Kompromiss: 40 Millionen sofort, 15 Millionen variabel über sportliche Boni. Für die Niederländer ein gutes Geschäft – sie hatten Saibari 2022 für 2,5 Millionen aus der zweiten Garnitur von Manchester City gelotst.

Intern herrscht trotz der hohen Summe kaum Kritik. Sportdirektor Max Eberl verwies auf das verknappte Angebot an marktreifen Offensivkräften und die Tatsache, dass Saibari bereits Eredivisie-Spieler der Saison wurde. „Wir kaufen kein Potenzial, wir kaufen Reife“, zitiert ihn ein Vereinsinsider.

Der Medizincheck in den USA ist Routine – Saibari hatte in den letzten drei Jahren keine muskulären Ausfälle. Sollte alles glatt laufen, präsentiert der Klub ihn nach dem Achtelfinal-Aus Marokkos in der Allianz Arena. Dann wird klar: Die 55 Millionen sind kein Risiko, sondern ein Statement. Bayern zieht nach, bevor die Konkurrenz überhaupt reagieren kann.