Bayern verspielt 16-punkte-vorsprung – swider trifft zum 81:80-sieg für anadolu

Der SAP Garden war nach dem Buzzer-Beater so still, dass man das Netz noch zittern hörte. 80:81 steht auf der Anzeige, Cole Swider hat mit einer Sekunde auf der Uhr den Dreier versenkt – und Bayern München hat sich die EuroLeague-Saison endgültig verbaut.

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Der Spanier, der mit den Bayern 2024 Double-Gewinner wurde, stand an der Seitenlinie von Anadolu Istanbul – und sah zu, wie seine Mannschaft nach 39 Minuten ohne Führung doch noch die Nummer eins der Bundesliga entzauberte. Die Münchner gingen 16 Punkte weg, führten 42:26 in der 21. Minute, spielten dann aber ein drittes Viertel wie vor dem Kopf gestellt. 19:27 ging es da, die Defensive löste sich auf wie ein Kartenhaus im Wind.

„Wir haben in der zweiten Hälfte defensiv zu viele Fehler gemacht“, sagte Johannes Voigtmann bei MagentaSport. Der Welt- und Europameister sprach leise, das Gesicht auf „enttäuscht“ programmiert. „Dann geht so ein Spiel weg. Es ist uns in der zweiten Hälfte entglitten.“

Die zahlen, die die saison erzählen

Die zahlen, die die saison erzählen

13 Siege, 18 Niederlagen – das ist kein Ausrutscher mehr, das ist die Momentaufnahme eines Klassenprimus, der in der Königsdisziplin nicht mehr mithalten kann. Nach sieben noch ausstehenden Hauptrundenspielen ist die K.o.-Runde nur noch mathematisch erreichbar. Die Rechnung: Bayern bräuchte einen Lauf, den selbst die Basketball-Götter nicht mehr für möglich halten.

Xavier Rathan-Mayes war mit 15 Punkten bester Werfer des Gastgebers, doch seine Treffer kamen zu früh. Nick Weiler-Babb, früher selbst Bayern-Profi, steuerte für Anadolu sieben Punkte bei – und jede Menge Intensität, die den Münchern in der Schlussphase fehlte.

Jetzt droht das nächste heimspiel gegen dubai

Jetzt droht das nächste heimspiel gegen dubai

Bereits am Donnerstag (20.30 Uhr) kommt mit Dubai Basketball der nächste Aufsteiger in den SAP Garden. Die Stimmung wird gedämpft sein, die Frage lautet nicht mehr „Wie weit kommen wir?“, sondern „Wie retten wir das Gesicht?“. Trainer Svetislav Pesic muss seine Rotation umstellen, die Defense neu justieren – und vor allem die Köpfe wieder hinbekommen. Denn Swiders Dreier sitzt nicht nur im Korb, er sitzt auch zwischen den Ohren der Bayern-Spieler.

Die EuroLeague-Saison ist für den deutschen Meister vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Und das in einer Arena, die sonst für ihre Lautstärke steht. Diesmal war das Echo ein leiser Pfeifton – der Klang einer Saison, die verpasst wurde.