Bayern pulverisiert tor-rekorde: 124 tore in 37 spielen – atalanta kriegt den nächsten gegner
Der FC Bayern spielt nicht Fußball, er schreibt mit jedem Spiel ein neues Kapitel in der Tor-Statistik. 124 Treffer in 37 Pflichtspielen, 3,35 Treffer pro 90 Minuten – das ist keine Form, das ist reine Zerstörungskraft. Wer jetzt noch denkt, Atalanta habe in den Achteln der Champions League eine Chance, der glaubt auch, ein Feuerwehrmann könnte mit Wasserpistole löschen.
Kane jagt lewandowskis phantom
Harry Kane trägt die Schusswaffe mit Seriennummer. 45 Tore in allen Wettbewerben, 30 allein in der Bundesliga. Zwölf Treffer trennen ihn vom ewigen Liga-Rekord von Robert Lewandowski (41). Die Saison hat noch zehn Spieltage. Die Rechnung ist simpel: fällt er dreimal in zwei Partien, ist der Rekord Geschichte – und das schon Ende März. „Ich muss nur weitermachen“, sagt er, als würde er seine Schuhe schnüren. Der Mann spricht wie ein Automat, schießt wie ein Kanonenboot.
Die Gegner sind schon jetzt nur noch Statisten. Leipzig kassierte 11, Dortmund 5, Hoffenheim 9, Stuttgart 5. Kein Top-Team der Bundesliga blieb unter fünf Gegentreffern gegen die Roten. Die Defensive der Atalanta kriegt am 4. und 12. März einen Crashkurs in Sachen Ohnmacht.

Der angriff, der die zeitlupe erfand
Vincent Kompany lügt nicht, wenn er sagt: „Wir können etwas Schönes erreichen.“ Gemeint ist: wir können die 101-Tore-Marke der Saison 1971/72 knacken, als Gerd Müller, Beckenbauer & Co. die Liga dominierten. Fehlen noch 14 Treffer in zehn Spielen. Bei der aktuellen Ausbeute von 3,67 Toren pro Bundesliga-Partie ist das kein Ziel, das ist ein Spaziergang. Die Elf wirkt, als spiele sie in Zeitlupe – für die Gegner. Für sich selbst ist es ein Dauersprint.
Der internationale Vergleich wird zur Farce. Paris Saint-Germain kommt auf 98 Tore in 39 Spielen (2,51), Arsenal auf 106 in 44 (2,40), Manchester City auf 96 in 43 (2,23). Selbst Barcelonas 107 in 40 Partien (2,67) wirken wie ein Schultag gegen Bayerns Oktoberfest. Real Madrid? 87 Treffer in 39 Spielen. Das ist für die Bayern bereits ein Vorspiel.
Atalanta trifft auf eine Mannschaft, die nicht mehr gewinnt, sie vielmehr einlädt, die eigene Lebensgeschichte neu zu schreiben – mit 0:5 im Abspann. Die Frage ist nicht, ob das Achtelfinale spannend wird. Die Frage ist, wie lange die Uhr in Mailand durchhält, bevor sie kapituliert.
