Baum erklärt: warum ihm vor dem anpfiff langweilig wird

Manuel Baum hat den FC Augsburg aus dem Tabellenkeller gezogen – und verrät jetzt, wie sein Kopf am Spieltag wirklich tickt. Im exklusiven BR-Interview gibt der 46-Jährige Einblicke, die man von einem Bundesligatrainer so selten hört: Ruhe als Methode, Langeweile als Qualitätsmerkmal, und eine Frau, die ihn mit zwei Müllbeuteln auf den Boden der Tatsachen holt.

Der turnaround, den kaum jemand erwartet hatte

Platz neun in der Bundesliga. Wer das im Herbst vorhergesagt hätte, wäre ausgelacht worden. Der FCA dümpelte im Tabellenkeller, die Stimmung war angespannt, der Druck enorm. Dann übernahm Manuel Baum – und die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In zwölf Spielen holte er mehr als doppelt so viele Punkte wie sein Vorgänger Sandro Wagner im gleichen Zeitraum. Vergleichen will Baum das trotzdem nicht. Er bleibt lieber bei sich. Das ist kein Understatement, das ist Programm.

Kein fußball-lehrer – ein fußball-befähiger

Kein fußball-lehrer – ein fußball-befähiger

Baum hat Lehramt studiert, war auf Lebenszeit verbeamtet. Er gab diese Sicherheit für den Profifußball auf – und grenzt sich trotzdem klar vom Bild des klassischen Trainers ab. „Fußball-Lehrer finde ich kein gutes Wort, Fußball-Befähiger trifft es besser.