Basketball-legende eduardo portela stirbt mit 91 jahren

Der spanische Basketball hat eine Ikone verloren. Eduardo Portela Marín, über drei Jahrzehnte lang prägend für die Liga und eine Schlüsselfigur für den internationalen Aufstieg des Sports, verstarb am Donnerstag im Alter von 91 Jahren. Sein Tod hinterlässt eine Lücke, die kaum zu füllen sein wird.

Ein leben für den basketball: vom trainer zum visionär

Ein leben für den basketball: vom trainer zum visionär

Portela war nicht nur ein erfolgreicherTrainer – er führte Montgat, Sant Josep Badalona und den FC Barcelona zu Titeln – sondern vor allem der Architekt der modernen ACB. Seine Vision, eine Liga zu schaffen, die nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich ist, hat die spanische Liga zu einem globalen Vorbild gemacht. Die Gründung der Liga in 1982, an der er maßgeblich beteiligt war, und seine anschließende Präsidentschaft bis 2013 waren geprägt von unermüdlichem Einsatz und Weitsicht.

Doch Portelas Einfluss reicht weit über die ACB hinaus. Er war ein Pionier der europäischen Basketballstruktur und Mitbegründer der ULEB, die er bis 2016 leitete. Seine Bemühungen um die Unabhängigkeit der europäischen Klubs und die Schaffung einer starken europäischen Liga, die sich von den internationalen Verbänden unabhängig machen konnte, waren wegweisend und ebneten den Weg für die heutige EuroLeague.

Die Copa del Rey als sein Markenzeichen: Besonders hervorzuheben ist Portelas revolutionäre Neugestaltung der Copa del Rey. Die Einführung des Final Four-Formats im Jahr 1986, inspiriert von der Welt des Sports, wurde zum Standard und dient heute vielen Sportarten weltweit als Vorbild. Auch die Supercopa erlebte unter seiner Leitung eine erfolgreiche Transformation.

Seine Amtszeit war auch von einer Professionalisierung des spanischen Basketballs geprägt: die Einführung eines Schiedsrichter-Systems mit drei Unparteiischen pro Spiel, verbesserte Fernsehübertragungen und die Förderung von Klubs mit mindestens 5.000 Zuschauern. Er drängte auf die Umwandlung der Klubs in Sport-Aktiengesellschaften (SAD), was einen entscheidenden Schritt zur finanziellen Stabilität darstellte.

Die jüngsten Ovationen im Roig Arena bei der Copa del Rey in Valencia, ein letztes, bewegendes Bild, zeigen, wie sehr sein Wirken geschätzt wurde. Portelas Vermächtnis ist unbestritten: Er hat den spanischen Basketball nicht nur national, sondern auch international zu neuer Größe geführt. Sein unermüdlicher Einsatz für die FIBA und seine Rolle in zahlreichen Kommissionen zeugen von seinem Engagement für den globalen Basketball.

Die Familie des Basketballs kam im vergangenen Jahr in Barcelona zusammen, um ihm einen würdigen Abschied zu bereiten – ein letztes Zeichen der Dankbarkeit für seine herausragenden Leistungen. Seine Vision einer Liga, die zur besten der FIBA wird, ist Realität geworden, ein bleibendes Denkmal seines Lebenswerks.