Basel bangt um halbfinaleinzug: wechselpatzer wirft schatten auf penaltyschiessen!
Ein dramatisches Rückspiel in der Axa Women's Super League sorgte für Nervenkitzel bis zum Schluss: Der FC Basel sicherte sich nach einem packenden Elfmeterschiessen gegen den FC St.Gallen die Chance auf den Einzug ins Halbfinale. Doch ein verblüffender Vorfall wenige Augenblicke vor den entscheidenden Schüssen lässt die Frage aufkommen, ob der Sieg sportlich gewertet wird.

Ein spiel voller wendungen und ein fragwürdiger wechsel
Das Hinspiel hatte bereits eine knappe Niederlage für die Baslerinnen gezeigt, doch im Rückspiel kämpften sie sich wacker zurück. Sabina Jackson brachte die Gastgeberinnen in der 70. Minute durch einen Treffer zurück ins Spiel und sorgte für eine Verlängerung. St. Gallen konterte mit einem weiteren Tor von Sina Cavelti in der 94. Minute, was jedoch Krystyna Flis mit ihrem Tor in der 104. Minute zunichte machte. Das Elfmeterschiessen wurde dann zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit, die der FCB mit 4:1 für sich entscheiden konnte. Der Jubel war greifbar, doch die Freude währte nicht lange.
Denn nur wenige Minuten vor dem Elfmeterschiessen nahm FCB-Trainer Omar Adlani überraschend Lena Bubendorf ein. Ein Blick auf das Matchblatt offenbarte jedoch ein erschreckendes Detail: Der Name der 20-jährigen Mittelfeldspielerin fehlte schlichtweg. Die St.Gallerinnen reagierten prompt mit einem formellen Protest, der die Angelegenheit zusätzlich verkompliziert.
Die Schweizerische Fussballverbands (SFV) hat bereits Kenntnis von dem Vorfall genommen und kündigte eine Untersuchung am Wochenende an. „Von den Ereignissen im Zusammenhang mit einem Wechsel in der Schlussphase der Partie hat der SFV am Freitagabend Kenntnis erlangt. Die entsprechenden Ereignisse werden am Wochenende aufgearbeitet“, heisst es auf der Verbandswebsite. Die Fans und Verantwortlichen des FC Basel müssen sich nun in Geduld üben, während die Entscheidung über die Gültigkeit des Sieges abgewartet wird. Die Spannung ist zum Greifen nah, und die Frage, ob die Baslerinnen tatsächlich ins Halbfinale einziehen, bleibt vorerst offen.
Die Situation ist delikat. Ein sportlicher Sieg, der aufgrund eines administrativen Fehlers in Frage gestellt wird, ist für alle Beteiligten eine Zäsur. Es bleibt abzuwarten, wie der SFV den Fall beurteilt und welche Konsequenzen für den FC Basel und den FC St.Gallen daraus resultieren werden. Das Halbfinalticket hängt in der Schwebe, und der Traum von der Finalteilnahme könnte für Basel in einer unerwarteten Wendung enden. Die nächste Woche wird entscheidend sein.
