Barcelona zerquetscht sevilla und schickt real in die wüste
Raphinha trifft dreimal, Barça schlägt Sevilla 5:2 – und Real Madrid darf von der Meisterschaft nur noch träumen.
Flick lässt die bombe platzen
Hansi Flick hat die Liga im Griff. Nach dem Lockruf des FC Barcelona verwandelte sich der ehemalige DFB-Coach am Sonntagabend im Camp Nou zum Ringmeister: 5:2 gegen den FC Sevilla, 70 Punkte nach 28 Spieltagen, vier Zähler Vorsprung auf Real. Die Königlichen hatten am Vortag noch mit 4:1 gegen Elche nachgelegt und gehofft, der Riese aus Madrid könne stolpern. Doch Barça trat nicht nur auf, sondern weg.
Die Anfangsphase war ein K.o. im Minutentakt. Raphinha verwandelte nach neun Minuten einen von Joao Cancelo erzwungenen Foulelfmeter, ließ den Ball kalt in die Mitte lupfen und die Sevilla-Abwehr alt aussehen. Zwölf Minuten später wieder Strafstoß, wieder Raphinha – 2:0. Dani Olmo erhöhte per Direktabnahme auf 3:1, nachdem Ocampos den Anschlusstreffer erzielt hatte. Die Gäste wirkten wie ein Uhrwerk, dessen Räder sich plötzlich drehen, aber keinen Zahn mehr finden.
Kurz nach der Pause machte Raphinha den Hattrick perfekt. Cancelo legte das 5:1 nach, Djibril Sow erzielte in der Nachspielzeit nur noch das Ergebniskosmetik. Die Südkurve sang „Flick, quedate“, ein Lied, das der Trainer nach dem Abpfiff mit einem knappen Lächeln quittierte. Er weiß: Die Meisterschaft ist noch nicht fix, aber sie riecht nach Camp Nou.

Real muss nach europa schauen
Während Barça am Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel gegen Newcastle United (1:1 im Hinspiel) nach dem Viertelfinal-Ticket greift, darf Real Madrid nur noch über die Champions League träumen. Das 3:0 gegen Manchester City im Achtelfinale-Hinspiel sichert Ancelottis Mannschaft zwar beste Chancen aufs Weiterkommen, die Liga aber entgleitet. Die letzte Saison, in der Real die Punktejagd verlor, liegt acht Jahre zurück – und genau diese Statistik schwebt jetzt wie ein Damoklesschwert über dem Bernabéu.
Die Zahlen sprechen für Flick: 70 Punkte, 84 Tore, 21 Siege. Kein anderer Trainer startete so dominant in seine erste Barça-Saison seit Pep Guardiola. Die Mannschaft läuft wie ein getunter Motor: 63 Prozent Ballbesitz, 18 Torschüsse pro Spiel, nur 0,7 Gegentore im Schnitt. Und Raphinha? Der Brasilianer steht bei 19 Liga-Treffern – mehr als jeder andere Außenspieler der Klubgeschichte nach 28 Spieltagen.
Die Saison ist noch lang, aber das Gefühl ist klar: Wer jetzt noch gegen Barça gewinnen will, braucht mehr als eine gute Tag. Er braucht ein Wunder – oder einen Rabenschwarzen Tag im Camp Nou. Beides ist selten. Und deshalb wird in Katalonien schon leise „Campeones“ gesungen, während in Madrid nur noch die Champions League zählt. Die Liga gehört Hansi Flick. Punkt.
