Barcelona zerquetscht real madrid mit 86:12 – jetzt droht im camp nou die nächste demütigung
23 Siege, eine Niederlage, 86 Tore gegen 12. Der FC Barcelona hat den Clásico zur Monologe gemacht. Am Donnerstag, 18.45 Uhr, kann er im Camp Nou die vierte K.o.-Runde in acht Tagen perfekt machen – und damit das Madrider Frauenteam in die bedeutungslose Trophäe der Statistik verbannen.
Pere romeu: „wenn wir nicht perfekt sind, gewinnen wir nicht“
Der Coach der Blaugrana spricht von „Kontrolle“, von „verhinderten Kontern“, von einem „Plfichtsieg mit Meisterwerk-Charakter“. Dabei klang seine Stimme nach dem 4:0 von Montjuïc schon wie nach einem Trainingsspiel. „Misa hat viel gehalten, wir hätten mehr erzielen können“, sagt er und meint damit, dass seine Mannschaft selbst die eigene Dominanz langweilt.
Real Madrids Problem: Sie laufen an, aber sie kommen nicht an. Zweimal Schlagdistanz, null Torschüsse – das ist keine Phase, das ist ein Muster. Romeu nennt es „ein bemerkenswertes Verdienst“. Die Statistik nennt es eine Demütigung.

45.000 Tickets weg – das camp nou wird zur arena des endurteils
Die Katalanen haben die Champions-League-Viertelfinal-Rückspiel längst zur Volksfestkategorie erklärt. 45.000 Zuschauer werden erwartet, die größte Kulisse im europäischen Frauenfußball seit Wochen. Romeu, der 2019 noch als Analyst in der Loge saß, wird zum ersten Mal auf der Coaching-Bank stehen. „Ich bin super motiviert“, sagt er. „Aber wir werden mit Köpfchen spielen, nicht mit Krawall.“
Real Madrids Trainer Alberto Toril hat die einzige Waffe, die ihm bleibt: die des Unwahrscheinlichen. „Wir müssen früher zupacken, das Camp Nou in Unruhe versetzen“, forderte er nach dem 0:4. Doch selbst das gelang seinem Team in den letzten drei Auftritten nicht. Stattdessen reproduziert sich die eigene Ohnmacht im Loop.
Die Frage ist nicht, ob Barcelona weiterkommt. Die Frage ist, wie viele Tore es braucht, bis das Madrider Projekt endgültig als Lehrstück für das Scheitern am Ballbesitzfußball in die Geschichte eingeht. Romeu zuckt nur mit den Schultern: „Wenn sie uns pressen, sind wir bereit. Aber sie haben uns noch nie gepresst.“
Der Clásico ist längst kein Duell mehr. Er ist die wöchentliche Bestätigung einer neuen Ordnung. Und die lautet: Barcelona bestimmt das Tempo, Madrid bestimmt nur noch den Schlusspfiff.
