Barcelona protestiert: champions-league-aus durch schiri-fehler?
Barcelona hat bei der UEFA offiziell Beschwerde gegen die Schiedsrichterentscheidungen und VAR-Eingriffe in den beiden Viertelfinalpartien der Champions League gegen AtléticoMadrid eingereicht. Der spanische Rekordmeister sieht sich durch gravierende Fehlentscheidungen benachteiligt, die den Ausgang der Begegnungen maßgeblich beeinflusst haben.

Rafa yuste: „wirtschaftlicher und sportlicher schaden“
„Wir haben eine formelle Beschwerde bei der UEFA eingereicht, weil diese Begegnung uns aus der Champions League eliminiert hat“, erklärte der Vizepräsident des FC Barcelona, Rafa Yuste, am Freitag. „Es handelt sich um schwerwiegende Fehler, die wir in diesem Schreiben detailliert dargelegt haben und die nicht dem Fußballreglement entsprechen. Dadurch entstand uns ein erheblicher wirtschaftlicher und sportlicher Schaden, weshalb wir unsere Enttäuschung der UEFA mitgeteilt haben.“ Die Entscheidung, die Beschwerde einzureichen, sei nicht nur eine Frage der Fairness, sondern auch eine Notwendigkeit, um die Integrität des Wettbewerbs zu schützen.
Während der Verein sich in seinem Schreiben auf die konkreten strittigen Szenen zurückhält, ließ der designierte Präsident Joan Laporta am Mittwoch bereits durchblicken, welche Aktionen ihn am meisten beunruhigen: die roten Karten für Cubarsí und Eric, ein möglicher Elfmeter für Olmo, das abgegebene Tor von Ferran Torres und eine Aktion zwischen Fermín und Musso. Die erste Beschwerde nach dem Hinspiel, bezüglich des Handspiels von Pubill, wurde bereits abgewiesen.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Bereits im Hinspiel hatte Barcelona eine erste Beschwerde wegen eines mutmaßlichen Handballs in der Schlussphase eingereicht, die jedoch von der UEFA ohne Folgen blieb. Diese Erfahrung hat die Entschlossenheit des Vereins, im aktuellen Fall eine umfassende und detaillierte Aufklärung zu fordern, weiter verstärkt.
Yuste betonte, dass die Beschwerde auch aus einem konstruktiven Blickwinkel erfolgt sei. „Wir möchten der UEFA signalisieren, dass die Dinge verbessert werden müssen. Mit sechs Personen im Schiedsrichterteam sollte es nicht zu so vielen Fehlentscheidungen kommen. Das schadet dem Fußball.“ Die Unterstützung der Fans, die trotz der Enttäuschung die Mannschaft feierten, zeige die enge Verbindung zwischen Verein und Anhängern, wie sie lange nicht mehr erlebt worden sei.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die UEFA die Beschwerde des FC Barcelona berücksichtigt und welche Konsequenzen daraus resultieren. Eines ist jedoch klar: Der Verein kämpft nicht nur für sich selbst, sondern für die Integrität des europäischen Fußballs.
