Barcelona gegen lyon: kann die pia verletzt werden?

Oslo fiebert! Am Samstagabend treffen im Ullevaal Stadion Barcelona und der OL Lyoness im Finale der UEFA Women's Champions League aufeinander. Ein Duell der Giganten, das bereits mehrfach Geschichte schrieb – und in dem die katalanischen Zweifel lauter werden.

Personalsorgen beim fc barcelona

Personalsorgen beim fc barcelona

Die Ausgangslage für den spanischen Serienmeister ist alles andere als ideal. Pere Romeu muss gegen die französische Mannschaft, die bereits zweimal die Krone der europäischen Frauenfußball erobert hat, auf einige Stammkräfte verzichten. Irene Paredes, eine feste Größe in der Abwehr, laboriert an muskulären Beschwerden. Ihre Teilnahme an der Endprobenung ist ungewiss, obwohl sie sich intensivst bemüht, rechtzeitig fit zu werden. Caroline Graham Hansen, die norwegische Spielmacherin, die vor heimischer Kulisse spielen würde, trainiert zwar mit dem Rest der Mannschaft, scheint aber noch nicht ihr volles Potenzial zu entfalten.

Doch das größte Fragezeichen steht hinter dem Namen Aitana Bonmatí. Die dreifache Ballon d'Or-Gewinnerin kehrte nach einer längeren Verletzungspause zurück, wirkt aber noch nicht bei voller Konzentrationsfähigkeit. Ihr Fehlen würde eine Lücke im Mittelfeld hinterlassen, die Clara Serrajordi mit großem Geschick zu schließen versucht. Die junge Spanierin lieferte in dieser Saison konstant starke Leistungen und würde eine Startelfnominierung mehr als verdient haben. Ihre Dynamik und ihr Torinstinkt könnten gegen die Lyonnerinnen entscheidend sein.

Die möglichen Aufstellungen lassen erahnen, wie eng die Lage ist: Barcelona könnte mit Cata im Tor, Batlle, Camara, Mapi und Brugts in der Verteidigung, Serrajordi, Guijarro und Alexia im Mittelfeld sowie Graham, Pajor und Pina im Angriff auflaufen. Lyoness setzt voraussichtlich auf Endler im Tor, Lawrence, Renard, Engen und Bacha in der Abwehr, Dumornay, Heaps und Yohannes im Mittelfeld sowie Diani, Hegerberg und Brand im Angriff. Ein taktisches Katz-und-Maus-Spiel ist also zu erwarten.

Die Französinnen, angeführt von der schwedischen Torjägerin Stina Blackstenius, sind bekannt für ihre körperliche Robustheit und ihre taktische Disziplin. Sie werden versuchen, die Schwächen im katalanischen Mittelfeld auszunutzen und ihre schnellen Flügelspielerinnen in Szene zu setzen. Barcelona hingegen muss auf seine individuelle Klasse und seine spielerische Überlegenheit setzen, um die Kontrolle über die Partie zu übernehmen.

Die Erinnerung an die vergangenen Finalduelle ist noch lebendig. Lyoness hat die Nase vorn, gewann 2019 und 2022. Barcelona revanchierte sich 2024. Doch am Samstag zählt nur der Sieg. Und der wird hart erkämpft werden müssen. Die Frage ist: Kann Barcelona trotz der Personalsorgen und der psychologischen Belastung einen weiteren Titel in die Höhe stemmen?

Die Antwort wird das Ullevaal Stadion liefern. Und sie wird zeigen, ob der katalanische Traum von der europäischen Krone weiterlebt. Die Spannung ist kaum auszuhalten.