Barça scheitert knapp: drei tore reichen nicht gegen atlético

Es hätte eine der spektakulärsten Aufholjagden in der Geschichte der Copa del Rey werden können. Doch am Ende fehlte dem FC Barcelona genau ein Tor, um das Unmögliche möglich zu machen. Das 3:0 im Rückspiel am 3. März 2026 im Camp Nou war großartig — aber nicht groß genug. Das 0:4 aus dem Hinspiel war ein Rucksack, den keine Mannschaft der Welt so einfach abwirft.

Yamal, bernal, raphinha — und dann stille

Marc Bernal traf doppelt (29., 72.), Raphinha verwandelte einen Elfmeter kurz vor der Halbzeit sicher — und trotzdem stand Atlético am Ende als Finalist da. Der vierte Treffer, der die Verlängerung erzwungen hätte, fiel nicht. Barca hatte alles versucht, aber Atlético stellte sich tief, gewann Zeit und brachte das Ergebnis über die Runde. Souverän sah das nicht aus. Erfolgreich schon.

Den Grundstein für die Führung legte Lamine Yamal — nach seinem Dreierpack am Wochenende erneut der gefährlichste Mann auf dem Platz. Er dribbelte sich auf links bis zur Torauslinie durch, legte quer, und Bernal musste nur noch einschieben. Keine 30 Minuten gespielt, ein Tor, und plötzlich glaubte das Camp Nou wieder.

Was atlético fast das leben kostete

Was atlético fast das leben kostete

Griezmann traf den Außenpfosten (42.), Lookman köpfte aus sieben Metern freistehend links vorbei — der Ausgleich wäre das Ende des Barça-Traums gewesen. Stattdessen gab es im Gegenzug den Elfmeter: Marc Pubill trat Pedri ins Schienbein, Raphinha trat an und traf. 2:0 zur Pause, und das Wunder schien plötzlich greifbar.

Trainer Hansi Flick hatte es von Beginn an schwer: Jules Koundé musste früh verletzt raus, Robert Lewandowski (Jochbeinbruch), Frenkie de Jong (Oberschenkelverletzung) und Eric Garcia (Rotsperre) fehlten komplett. Barca spielte mit dem, was übrig war — und spielte trotzdem Fußball, der Gänsehaut erzeugte.

Das kleine wunder war zum greifen nah

Das kleine wunder war zum greifen nah

Eine Flanke von Joao Cancelo aus dem rechten Halbfeld, Bernal per Direktabnahme — 3:0. Das Camp Nou explodierte. Atlético zog sich sofort in die eigene Hälfte zurück, spielte auf Zeit, ließ nichts mehr zu. Bernal hätte in der 89. Minute fast noch ein drittes Mal getroffen. Fast.

Jetzt trifft Atlético Madrid im Endspiel am 25. April in Sevilla entweder auf Real Sociedad San Sebastianoder auf Athletic Bilbao. Für Barça bleibt die Liga — wo sie Tabellenführer sind — und das Champions-League-Achtelfinale gegen Newcastle United. Nicht nichts. Aber der Pokal, der in diesem Moment so nah schien, ist weg. Und dieses 0:4 aus dem Hinspiel wird noch lange nachwirken.