Banchero spielt verrückt, spurs demolieren philly: die nacht der blamage und brillanz

Paolo Banchero ballte die Faust, als hätte er Orlando die Playoff-Tickets schon in die Tasche gesteckt. 37 Punkte, 15/21 Feld, Saisonbestleistung – und eine 126:109-Demontage der Washington Wizards, die ihre sechste Klatsche in Serie kassierten. Die Magic beenden ihre Mini-Krise, doch das war nur der Auftakt zu einer NBA-Nacht, in der Erfolg und Debakel nah beieinanderlagen.

Die spurs liefern die antwort nach der niederlage

Vor 48 Stunden hatten die Spurs in Oklahoma einen Dämpfer kassiert – ihre erste Pleite nach zwölf Siegen. Gegen die ersatzgeschwächten 76ers schlugen sie zurück wie ein Gummiball aus Stahl: 131:91, 18 Dreier, ein 49-Punkte-Vorsprung nach drei Vierteln. Dylan Harper und Devin Vassell warfen je 22 Punkte, Victor Wembanyama durfte nach 10 Zählern früh duschen. Philadelphia ohne Embiid, George und Oubre war hilflos, im dritten Viertel nur elf Punkte – das ist keine Statistik, das ist ein Häresieverfahren.

Die Hornets? Die rollen wie ein Komet über Dallas. 117:90, fünfter Sieg in Serie, 31-31-Bilanz – Charlotte ist wieder auf Null. Die Bank traf 12/21 Dreier, Grant Williams ließ die Mavs-Defense wie Pappkameraden aussehen. Dallas? 3/22 von downtown, 14 Niederlagen in 16 Spielen. Luka Dončić schaut nach jedem Spiel ein bisschen mehr wie ein Gefangener aus.

Thunder zeigen: auch ohne sga geht die party weiter

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Shai Gilgeous-Alexander saß in Sakko und Kapuze auf der Bank – und sein Team tanzte trotzdem. Jared McCain, erst im Februar nach OKC gewechselt, führte mit 20 Punkten, Jaylin Williams schnappte sich 17 Punkte und 16 Rebounds, Chet Holmgren spielte Double-Double-Bingo. 116:108 in Chicago, wo Josh Giddey gegen seine Ex-Kollegen 14/9/9 lieferte – Triple-Double verpasst, aber die Message sitzt.

Die Knicks quälen Toronto weiter. 12. Sieg in Folge gegen die Raptors, 111:95, Jalen Brunson mit 26 Punkten und zehn Assists, Karl-Anthony Towns mit 21 und 12. Toronto startete mit zehn Punkten Vorsprung, doch New York dreht den Spieß vor der Pause um. Die Kanadier haben gegen die Knicks eine Angst, die tiefer sitzt als jede Defence.

Edwards schreit MVP – und die Wolves hören zuAnthony Edwards traf drei Dreier im Schlussviertel, schoss 13 seiner 41 Punkte in den letzten zwölf Minuten. Die Fans im Target Center brüllten „MVP!“ – und er lächelte nur. 117:110 gegen Memphis, vierter Sieg in Serie, Minnesota schlägt sich in die Playoff-Spur zurück. Die Grizzlies kamen noch einmal heran, doch Edwards' letzter Dreier war das Todesurteil.

Orlandos Sieg war mehr als ein Ergebnis – es war ein Statement. Banchero zeigt, dass er bereit ist, die Eastern Conference zu erschüttern. Die Spurs beweisen, dass eine Niederlage nur Treibstoff ist. Und die Thunder? Die spielen ein Pokerspiel mit 15 Wildcards. Die NBA schläft nie – und wir sind mittendrin, wenn die Karten neu gemischt werden.