Bagnaia: rossi sieht potenzial, ducati-zukunft ungewiss

Francesco Bagnaia kämpft in der MotoGP-Saison 2026 mit Ergebnissen, die hinter den Erwartungen zurückbleiben. Doch Valentino Rossi, sein Mentor, sieht weiterhin Hoffnung – und deutet eine mögliche Trennung von Ducati an. Ein Statement, das im Lager des italienischen Herstellers für Gesprächsstoff sorgt.

Rossis analyse: einstellung stimmt, ducati muss mehr geben

„Pecco hat dieses Jahr eine sehr positive Einstellung“, lobte Rossi in einem Interview mit Sky Sport Italia. „Er trainiert hart, gibt im Training und auf der Strecke alles. Er will unbedingt mit Ducati gewinnen – das ist die richtige Einstellung.“ Rossi bezieht sich dabei auf Bagnaia’s Engagement und seinen Willen, trotz der aktuellen Schwierigkeiten erfolgreich zu sein. Die Ergebnisse stimmen jedoch noch nicht, und Rossi sieht hier Verbesserungspotenzial – vor allem bei Ducati selbst.

„Ich würde mir wünschen, dass sich Ducati genauso einbringt wie Pecco“, so Rossi weiter. „Es ist wie eine Ehe, in der man sich einst sehr geliebt hat. Manchmal passieren schlechte Dinge, wie im letzten Jahr, als die Ergebnisse nicht stimmten und es einige Aussagen von Pecco gab. Ich sehe, dass die Stimmung sich abgekühlt hat. Aber ich hoffe, dass alle bei Ducati das Gleiche wollen und dass wir gemeinsam wieder erfolgreich sein können.“

Die Worte des neunfachen Weltmeisters werfen ein Schlaglicht auf die angespannte Beziehung zwischen Bagnaia und Ducati. Die Frage, ob der Italiener in Zukunft weiterhin im roten Trikot antreten wird, bleibt offen.

Bagnaia kontert: „rossi sieht nur, was ich zu hause mache“

Bagnaia kontert: „rossi sieht nur, was ich zu hause mache“

Bagnaia selbst reagierte auf Rossis Aussagen während des Media Scrubs. „Valentino beobachtet, was ich zu Hause mache, aber er sieht nicht die Arbeit, die Ducati leistet“, entgegnete der Ducati-Pilot. „Nach den Schwierigkeiten im letzten Jahr versuchen wir, ein Gleichgewicht zu finden. Es ist nicht einfach, ich habe noch kein Setup gefunden, das überall funktioniert, anders als Fabio Di Giannantonio. Aber wir arbeiten daran, machen kleine Schritte, vielleicht etwas zu spät, aber wir kommen voran.“

Er betonte, dass er das Engagement von Ducati spürt und sich von deren Einsatz unterstützt fühlt. Die Diskrepanz zwischen Rossis Wahrnehmung und Bagnaia’s Realität unterstreicht die Komplexität der Situation und die Herausforderungen, denen sich das Ducati-Team stellen muss.

Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Bagnaia und Ducati ihre Zusammenarbeit wieder in den Griff bekommen und das Potenzial des Teams voll ausschöpfen können. Die Fans dürfen gespannt sein, ob Rossi’s Glaube an Bagnaia’s Fähigkeiten sich letztendlich bewahrheitet.