Rahm am aronimink: auf dem weg zum dritten major-triumph?

Jon Rahm hat sich beim PGA Championship eine ausgezeichnete Position für den finalen Tag geschaffen. Mit einer soliden 67er Runde am Moving Day katapultierte sich der Spanier ins Titelrennen und träumt nun vom dritten Major-Erfolg seiner Karriere – ein Unterfangen, das auf dem anspruchsvollen Aronimink Golf Club alles andere als einfach sein wird.

Die tücken des aronimink gc

Aronimink ist kein Feld für schwache Nerven. Rahm selbst beschreibt den Kurs als „extrem schwierig“ und betont, dass selbst der vermeintlich einfachste Tag, wie er ihn heute empfand, höchste Konzentration erfordert. Der Wind und der Zustand der Grüns machen das Spiel zusätzlich kompliziert. „Du musst wirklich gut spielen, um hier eine Chance zu haben“, so der ‘León de Barrika’ nach seiner Runde.

Was aber wirklich auffällt, ist die Notwendigkeit strategischen Denkens. „Dieser Golfplatz zwingt dich, über jeden Schlag nachzudenken und zu entscheiden, wo du den Ball auf dem Grün platzierst, um die beste Chance auf einen Putt zu haben“, erklärt Rahm. Selbst wenn sich Birdies abzeichnen, sind präzise Schläge unerlässlich. Ein unerwarteter Tripel-Bogey am 18. Loch trübte zwar das Gesamtbild, doch seine Putts sind in den letzten Runden deutlich verbessert.

Die Grüns sind der Schlüssel: Rahm verdeutlichte, dass die Grüns eine besondere Herausforderung darstellen. „Du wirst kaum einen Major finden, wo es so schwer ist, aus der Mitte des Greens zwei Putts zu machen. Normalerweise ist die Mitte eine sichere Zone, aber hier musst du überlegen, wo du den Ball platzierst, da die Neigung die Putts unberechenbar macht.“

Ein „spanish grand slam“ in sicht?

Ein „spanish grand slam“ in sicht?

Ein Sieg in diesem Turnier würde für den spanischen Golfsport eine enorme Bedeutung haben und den „Spanish Grand Slam“ vervollständigen. Rahm selbst möchte sich dazu am Sonntag äußern, sollte er tatsächlich den Wanamaker Cup in die Höhe stemmen. Seine aktuelle Form ist beeindruckend. „Ich habe mich diese Woche wirklich gut gefühlt, und im Laufe des Jahres sogar noch besser als 2023“, gesteht er. Allerdings betont er den Unterschied zwischen dem Gefühl beim Spielen und dem tatsächlichen Erfolg.

Im Gegensatz zu Rory McIlroys Einschätzung lobt Rahm die Gestaltung des Kurses. „Ein Lob an die PGA für die Platzierung der Flaggen. An vielen Stellen hätte ich Adam gesagt, dass es unmöglich sei, die Flagge dort zu platzieren, und doch haben sie es getan. Es ist zwar schwierig, aber auch unterhaltsam, wenn man es richtig macht. Das erklärt wahrscheinlich, warum die Ergebnisse so eng beieinander liegen und morgen ein großartiger Sonntag wird.“

Die Zuschauer scheinen diese Herausforderung ebenfalls zu schätzen. Rahm’s Kommentare unterstreichen, dass Aronimink ein anspruchsvoller, aber auch fesselnder Austragungsort für das PGA Championship ist. Die Spannung ist greifbar, und der Kampf um den Titel verspricht ein dramatisches Finale.

Die Zahlen lügen nicht: Rahm liegt nur einen Schlag hinter der Spitze. Ein Sieg am Sonntag würde nicht nur seinen persönlichen Erfolg besiegeln, sondern auch die Dominanz des spanischen Golfs weiter festigen und die LIV Golf Liga in den Fokus rücken. Die Bühne ist bereitet, und Jon Rahm steht bereit, Geschichte zu schreiben.