Babelsberg schießt chemie leipzig ab und entflieht dem abstieg

Mit fünf Treffern nach dem Seitenwechsel verwandelte der SV Babelsberg 03 das Karl-Liebknecht-Stadion in eine Feuerwerk-Bühne und schoss Chemie Leipzig aus dem Süden raus. 5:0 lautete die Endrechnung – und plötzlich atmen die Potsdamer wieder.

Ein nachholspiel, das alles umwirft

Ein nachholspiel, das alles umwirft

Die Gäste hatten die erste Hälfte dominiert, vergaben sogar einen Strafstoß. Doch was danach passierte, war ein Lehrstück über Effizienz. Maurice Covic, einst bei Hertha BSC II vereint, schob in der 52. Minute ein, George Didoss erhöhte zwei Mal – das 3:0 war ein Kunstschlenzer aus 18 Metern. Darijan Silic nagelte den Freistoß zum 4:0 unter die Latte, ehe Jannis Lang den Schlusspunkt setzte.

4.996 Zuschauer wollten es kaum glauben: Erst war Leipzig am Drücker, dann platzte der Knoten auf Babelsberger Seite. Die Kurve aus Sachsen verstummte, die Brandenburger sangen sich in Ekstase. Die Tore fielen im Abstand von sieben Minuten – ein Schützenfest, wie es im Amateur-Fußball selten zu sehen ist.

Die Tabelle lügt nicht: Mit 27 Punkten springt Babelsberg auf Platz 13 und hat den Relegationsrang endlich im Rückspiegel. Für Chemie Leipzig bleibt nur die Erkenntnis, dass eine verschossene Penalty in Minute 85 die Moral komplett zerrissen hat. Janik Mäder trat an, Keeper Maximilian Pronichev parierte – und im Gegenzug traf Lang zum 5:0.

Für die Regionalliga Nordost ist die Botschaft klar: Die Abstiegszone ist noch längst nicht gespielt. Mit diesem Selbstvertrauen reist Babelsberg nun nach Auerbach – und niemand will unten raus.