Aufstiegskampf der lilien: nicht geschlagen, aber unter druck!

Darmstadt – Die Hessen haben es verkackt, ganz klar. Zwei Niederlagen am Stück, die Heimserie gerissen – die Aufstiegsambitionen des SV 98 wackeln gefährlich. Doch im Lager der Lilien herrscht trotz allem Kampfgeist. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Die Mannschaft steckt noch lange nicht auf!

Die enttäuschung ist da, aber der glaube daran bleibt

Die enttäuschung ist da, aber der glaube daran bleibt

Die Stimmung nach dem 0:2 gegen Hannover war alles andere als ausgelassen. "Natürlich waren wir sauer und bedient", räumte Linksverteidiger Fabian Nürnberger ein. Doch die Schwarzmalerei blieb aus. Bereits kurz darauf herrschte auf dem Trainingsplatz wieder gute Laune, die Spieler zeigten sich fokussiert und bereit, die kommende Aufgabe anzugehen. Trainer Florian Kohfeldt entließ seine Elf mit einem kurzen, aber prägnanten „Bis morgen!“ ins frühlingshafte Darmstadt.

Die Lilien sind zwar nur noch in Lauerstellung, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Mit fünf Spielen noch zu gehen, sehen die Spieler durchaus noch Möglichkeiten. "Da sind noch fünf Siege drin!", verkündete Nürnberger selbstbewusst. Es geht darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht von Wahrscheinlichkeitsrechnungen ablenken zu lassen.

Die Situation ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Die Lilien müssen sich ihrer Sache sicher sein und sich nicht von der Tabelle entmutigen lassen. Das Auswärtsspiel in Fürth am Sonntag (13:30 Uhr) wird dabei eine echte Standortbestimmung. Die Franken kämpfen ebenfalls um ihre Position in der Liga und werden alles daran setzen, die Lilien zu ärgern.

Nürnberger klang fast schon amüsiert: "Nachdem am Samstag die Heimserie gerissen ist, könnte am Sonntag ja vielleicht der Auswärts-Fluch besiegt werden. Das wäre fair." Fair und, vor allem, wichtig – für die Tabelle und für die Moral im Team. Der Sieg in Fürth wäre ein deutliches Zeichen, dass die Lilien noch lange nicht am Ende sind und den Aufstiegskampf bis zum Schluss verfolgen werden.