Aue vor dem abstieg: shubitidze fordert würde!

Erzgebirge Aue steht vor einer der größten Herausforderungen seiner jüngeren Vereinsgeschichte: Der drohende abstieg in die Regionalliga. Nach der knappen und äußerst bitteren 0:1-Niederlage gegen Jahn Regensburg im Einsatz des Interimstrainers Kvicha Shubitidze mahnt der Coach zur Ruhe, aber auch zu unbedingtem Kampfgeist.

Die lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos

Die lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos

Die Horrorbilanz der Veilchen ist unübersehbar. Acht Spiele ohne Sieg in der Rückrunde, eine Abwehr, die immer wieder für Patzer sorgt – die Zeichen stehen alles andere als gut. Doch Shubitidze will sich nicht von der düsteren Realität blenden. "Wir müssen unser Gesicht wahren. Wenn wir absteigen, dann mit Würde!", polterte er nach dem Spiel. Es geht nicht mehr darum, Traumschlösser zu bauen, sondern darum, die letzten Spiele mit Leidenschaft und Engagement zu bestreiten.

Besonders bitter war der Aussetzer von Luan Simnica, der den Weg für den Regensburger Führungstreffer ebnete. Shubitidze zeigte sich verständnisvoll: "Er ist jung und muss noch lernen. Fehler gehören zum Lernprozess dazu." Andererseits ließ die Offensive von Aue zahlreiche Chancen ungenutzt, was die Frustration im Team noch verstärkte. Moritz Seiffert, Marcel Bär und Ricky Bornschein scheiterten allesamt am glänzend aufgelegten Regensburger Torwart Felix Gebhardt.

Ein neuer Kapitän, ein neuer Fokus

Shubitidze nahm auch personelle Veränderungen vor. Statt des erfahrenen Urgesteins Martin Männel führte ab sofort Marcel Bär die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Eine Entscheidung, die nicht gegen Männel gerichtet war, sondern vielmehr den Fokus auf einen Feldspieler legen sollte. Bär wird voraussichtlich auch am Sonntag gegen den SC Verl die Verantwortung tragen.

Die Situation ist angespannt, aber im Team herrscht Kampfgeist. Die Fans unterstützen ihre Mannschaft bedingungslos, und Shubitidze will diese Energie nutzen, um die letzten Spiele bestmöglich zu gestalten. Ob der abstieg rechnerisch am Sonntag besiegelt wird, hängt von den Ergebnissen der Konkurrenz ab. Doch eines ist klar: Aue wird sich nicht kampflos geschlagen geben. Die Würde des Vereins steht auf dem Spiel.

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Shubitidze will sich in Zukunft vermehrt auf die Offensive konzentrieren und die Chancenverwertung verbessern. Sein Ziel ist es, die Mannschaft zu stabilisieren und den Abstiegskampf so würdevoll wie möglich zu bestreiten. Denn wie er selbst betont, ist sein Engagement für Aue mehr als nur ein Job – es ist eine Herzensangelegenheit.