Billie jean king cup: traum vom aufstieg geplatzt!
Ein bitterer Tag für die deutsche Tennis-Nationalmannschaft der Damen: Der Traum vom direkten Wiederaufstieg im Billie Jean King Cup ist nach der knappen Niederlage gegen Portugal mit 1:2 in weite Ferne gerückt. Die junge Mannschaft von Torben Beltz zeigte zwar Phasenweise Moral, scheiterte letztlich aber an der erfahrenen portugiesischen Auswahl.
Noma akugue gibt hoffnung, seidel patzt
Der Auftakt ins Turnier war vielversprechend verlaufen. Noma Noha Akugue ließ Portugal wenig anbieten und sicherte Deutschland mit einem klaren 6:4, 7:5-Sieg den ersten Punkt. Doch dann folgte der Knackpunkt: Ella Seidel, als vermeintliche Nummer eins des Teams in Abwesenheit der verletzten Eva Lys, hatte große Probleme gegen Francisca Jorge. Die Hamburgerin produzierte zu viele unerzwingliche Fehler und verlor überraschend deutlich mit 2:6, 5:7. Das Momentum war verspielt.
Die Entscheidung im Doppel brachte den endgültigen Schmerz. Akugue und Tessa Brockmann hatten gegen die eingespielten Jorge-Schwestern keine Chance und unterlagen glatt mit 1:6, 5:7. Die portugiesischen Schwestern demonstrierten ihre Klasse und machten den Sieg perfekt.

Druck vor dem duell mit schweden
Die Niederlage gegen Portugal setzt die deutsche Mannschaft nun gehörig unter Druck. Am Mittwoch steht das entscheidende Duell mit Schweden an, bevor am Donnerstag das letzte Vorrundenspiel gegen Dänemark auf dem Programm steht. Nur der Gruppensieger sichert sich eine Playoff-Chance im Herbst. Verliert man gegen Schweden, rückt der Abstieg in die Regionalgruppe II in Reichweite – ein Szenario, das niemand in der deutschen Tennis-Szene wünscht.
Seidel, die in dieser schwierigen Situation die Fackel der Verantwortung tragen musste, konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Ihre Leistung wirft Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben. Die kommenden Partien werden zeigen, ob die junge Mannschaft die nötige mentale Stärke besitzt, um den Rückschlag zu verkraften und den aufstieg doch noch zu realisieren. Die Wahrheit ist: Die Situation ist ernst, aber noch nicht hoffnungslos.
