Aue: trainerentlassung und rücktritt – rettung nur noch ein wunder?
Erzgebirge Aue steht am Abgrund. Nach einer verkorksten Rückrunde hat der Verein einen kompletten Umbruch vollzogen: Trainer Christoph Dabrowski, sein Assistent Lars Fuchs und Sportchef Michael Tarnat müssen gehen. Ein Schock für die Anhänger, doch die Zeichen deuteten schon lange auf diesen Schritt hin.
Die lage ist ernst: neun punkte zum rettenden ufer
Die Zahlen sind alarmierend. Nach 31 Spieltagen rangiert Aue mit nur 31 Punkten auf dem 18. Platz der 3. Liga. Der Rückstand auf den rettenden 16. Platz beträgt bereits neun Zähler. Besonders bitter: Aus den letzten zwölf Spielen holte das Team lediglich zwei Punkte – ein erschreckendes Zeichen der Orientierungslosigkeit. Das 3:5 gegen Hoffenheim II am Samstag verdeutlichte die vorhandenen Probleme nur allzu deutlich.
„Die Maßnahmen sollen die Weichen für eine Trendwende stellen“, so Sportvorstand Jens Haustein in einer offiziellen Mitteilung. Doch ob das gelingt? Die Hoffnung ruht vorerst auf einer internen Lösung. Khvicha Shubitidze, Leiter der Nachwuchsabteilung, und Enrico Kern, ein ehemaliger Profi, sollen die Mannschaft bis zum Saisonende betreuen. Eine Herkulesaufgabe angesichts der angespannten Situation.
Es ist ein Teufelskreis. Fehlende Ergebnisse führen zu Unruhe, Unruhe zu schlechtem Fußball, schlechter Fußball zu weiteren Fehlern. Die Verantwortlichen haben nun versucht, den Notbremszug zu ziehen, aber ob das ausreicht, um den Abstieg in die Regionalliga abzuwenden, ist äußerst fraglich. Der Druck auf Shubitidze und Kern wird enorm sein. Sie müssen nicht nur taktische Impulse geben, sondern auch die Köpfe frei kriegen und die verbliebene Leidenschaft im Team entfachen.
Die Fans haben die Geduld verloren. Die Stimmung im Rund ist gedrückt. Aue muss sich jetzt fragen, wie es weitergehen soll. Der Abstieg würde einen herben Schlag für den Verein bedeuten, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Doch während die Verantwortlichen nun mit aller Kraft an der Schadensbegrenzung arbeiten, bleibt die bittere Wahrheit: Aue braucht ein Wunder, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Der weg zurück: ein wunder ist nötig
Die nächsten Spiele werden entscheidend sein. Kann das Trainerduo Shubitidze/Kern die Mannschaft stabilisieren und wieder in die Spur bringen? Oder stürzt Aue endgültig ab? Die Antwort wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Konkurrenz schläft nicht und die Zeit rennt.
