Aue patzt knapp in regensburg – trainerwechsel bringt keine wende!
Erzgebirge Aue hat am 32. Spieltag der 3. Liga die Chance auf einen Befreiungsschlag verpasst. Beim Auswärtsspiel gegen Jahn Regensburg gab es eine knappe 0:1-Niederlage, die die Abstiegssorgen der „Veilchen“ weiter befeuert. Das Interims-Trainerduo Shubitidze/Kern kann den negativen Trend bisher nicht stoppen.
Individuelle fehlers entscheidet die partie
Schon in der neunten Minute schlug das Schicksal zu. Ein unglücklicher Fehlpass von Luan Simnica ermöglichte Philipp Müller den Führungstreffer für die Gastgeber. Der Ball war viel zu kurz in Richtung Schlussmann Martin Männel gespielt – Müller ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob den Ball ins Tor. Ein frühes Gegentor, das die Auer schwer mitnahm.
Die erste Halbzeit verlief insgesamt zäh, mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Aue versuchte zwar, den Rückstand auszugleichen, fand aber kaum Mittel gegen die kompakte Regensburger Abwehr. Felix Gebhardt im Tor der Hausherren war ein sicherer Rückhalt und verhinderte mit einigen Glanzparaden das Ausgleichstreffer. Die fehlende Durchschlagskraft im Angriff war ein weiteres Problem der Auer.

Chancenwucher und vergebliche bemühungen
Auch nach der Pause drängte Aue auf den Ausgleich. Julian Guttau mit einem Freistoß (48.) und Bornschein (54./64.) hätten die Partie drehen können, scheiterten aber an der starken Leistung von Gebhardt oder am eigenen Ungenügen. Regensburg verteidigte mit Mann und Maus und lauerte auf Konterchancen. Lucas Hermes verpasste es im weiteren Verlauf, die Führung auszubauen, scheiterte aber ebenfalls am aufmerksamen Männel.
Die letzten Minuten waren von wütendem Pressing der Auer geprägt, doch es gelang ihnen nicht, die Regensburger Defensive zu knacken. Ein Kopfball von Julian Günther-Schmidt (87.) knapp am Tor vorbei, verdeutlichte die zunehmende Verzweiflung der Mannschaft. Die Niederlage wirft einen langen Schatten auf die Zukunft des FC Erzgebirge Aue, der nun weiter in der Abstiegszone feststeckt.
Die Tabelle macht wenig Hoffnung: Zwölf Punkte Rückstand auf den rettenden Ufer – die Zeit läuft für Aue gnadenlos ab.
