Athletik-weltverband hält kurs: sanktionen gegen russland bleiben!

Ein deutliches Signal aus der Leichtathletik-Welt: World Athletics (WA) hält an seinen Sanktionen gegen russische und belarussische Athleten fest, trotz der jüngsten Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die Diskussion um die Teilnahme von Sportlern aus diesen Ländern an internationalen Wettbewerben spitzt sich weiter zu.

Ioc-entscheidung ignoriert – wa bleibt standhaft

Ioc-entscheidung ignoriert – wa bleibt standhaft

Die Entscheidung des IOC, die Sanktionen gegen belarussische Athleten aufzuheben und ihnen die Möglichkeit zu geben, unter ihrer eigenen Flagge und mit ihrer Hymne anzutreten, hat in der Sportwelt für Aufsehen gesorgt. World Athletics reagiert jedoch unmissverständlich: Der Rat der Organisation hält an seinen Beschlüssen aus März 2022 fest, die aufgrund des russischen Einmarsches in die Ukraine erlassen wurden. Eine Überprüfung der Maßnahmen erfolgt erst, „sobald konkrete Fortschritte in Richtung Friedensverhandlungen erkennbar sind“, so ein Sprecher der WA gegenüber der Times. Das ist ein klarer Ausdruck der Ablehnung, die politische Einflussnahme des IOC zu akzeptieren.

WA-Präsident Sebastian Coe, der selbst IOC-Mitglied ist, hat seine Solidarität mit der Ukraine bereits durch einen Besuch vor den Olympischen Spielen in Paris unter Beweis gestellt, bei dem er Athleten und Präsident Wolodymyr Selenskyj traf. Diese Geste verdeutlicht die tiefe Überzeugung, dass Sport nicht über politische Interessen gestellt werden darf. Die Sanktionen, die im März 2022 verhängt wurden, betrafen nicht nur Athleten, sondern auch Offizielle und Betreuer.

Die Diskrepanz zwischen IOC und WA ist deutlich. Während das IOC einen eingeschränkten Weg für belarussische Sportler freigibt, bleibt Russland vorerst ausgeschlossen. Nur Einzelathleten, die den Krieg nicht aktiv unterstützen, durften bis zuletzt unter neutralem Status starten – eine Empfehlung, die das IOC nun zumindest für Belarus zurücknimmt. Die Frage, wie weit die Flexibilität des IOC gehen wird, bleibt offen.

Die Situation zeigt die zunehmende Verquickung von Sport und Politik. Während das IOC versucht, einen Weg der Teilhabe zu finden, betont World Athletics die Notwendigkeit, eine klare Haltung gegenüber der Aggression zu bewahren. Es bleibt abzuwarten, ob diese unterschiedlichen Ansätze zu einer weiteren Spaltung der Sportwelt führen werden. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Lage weiterentwickelt und ob die WA ihren Kurs hält, auch wenn dies bedeutet, sich dem Widerstand des IOC zu stellen.

Die Zahl der Athleten, die unter den Sanktionen leiden, ist beträchtlich. Die Frage, ob der Sport tatsächlich eine Brücke zwischen Kulturen bauen kann, wird in diesem Konflikt erneut auf die Probe gestellt. Der Standpunkt von World Athletics ist unmissverständlich: Solange der Krieg andauert, gibt es keine normale sportliche Koexistenz.