Athletik-schock: türkei scheitert am weltverband!
Ein Erdbeben erschüttert die Leichtathletik-Szene: World Athletics hat alle elf Anträge türkischer Athleten auf Nationalitätswechsel abgelehnt. Medaillengewinner von Weltruf, darunter olympische Champions, sehen ihre Hoffnungen auf eine Repräsentation für die Türkei geplatzt – ein deutliches Signal des Weltverbands gegen vermeintliches Athleten-Recruiting.
Der deal, der zu teuer wurde
Die Entscheidung des Weltverbandes ist kein Zufall. Es geht um mehr als nur um die einzelnen Athleten. Der Ausschuss für Nationalitätenbewilligungen von World Athletics sieht in den Anträgen eine systematische Strategie des türkischen Staates, ausländische Talente durch lukrative Verträge anzulocken und so die Nationalmannschaft aufzubauen. Die Verhandlungen sollen von einem staatlich kontrollierten Klub finanziert worden sein, der speziell für diesen Zweck eingerichtet wurde. Eine Praxis, die dem Geist der fairen sportlichen Konkurrenz zuwiderläuft.
Unter den abgewiesenen Athleten befinden sich Schwergewichte wie Roje Stona, der amtierende olympische Diskuswurf-Champion aus Jamaika, und Rajindra Campbell, der Bronzemedaillengewinner im Kugelstoßen von Paris 2024. Auch kenianische Stars wie Brigid Kosgei, Vize-Weltmeisterin im Marathon und Siegerin fünf ‘Majors’, und Ronald Kwemoi, Silbermedaillengewinner über 5.000 Meter, waren Teil dieser Welle von Anträgen. Die Summen, die den Athleten angeboten wurden, sollen beträchtlich gewesen sein.
World Athletics begründet die Ablehnung damit, dass die Zulassung dieser Wechsel die zugrundeliegenden Prinzipien der Leistungsberechtigung und der Transferregeln untergraben würde. Es gehe darum, die Glaubwürdigkeit des internationalen Wettbewerbs zu schützen und die nationalen Verbände zu ermutigen, in die Förderung ihres eigenen Nachwuchses zu investieren. Die Athleten sollen das Vertrauen haben, dass ihre Nationalteams nicht durch externes Recruiting zusammengestellt werden.
Obwohl die Athleten nun nicht für die Türkei in nationalen oder internationalen Wettbewerben antreten können, dürfen sie weiterhin an Einzelrennen und Straßenläufen teilnehmen und sogar in der Türkei trainieren und residieren. Ein kleiner Trost für die betroffenen Sportler, der aber die grundsätzliche Botschaft des Weltverbands nicht schmälert: Fairness und Integrität haben Vorrang vor kurzfristigem sportlichem Erfolg.

Die zukunft des nationalitäten-transfers
Diese Entscheidung wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Kommerzialisierung des Sports und die ethischen Fragen, die mit dem Nationalitäten-Transfer verbunden sind. World Athletics hat zwar klare Richtlinien für solche Wechsel, aber die türkische Strategie hat gezeigt, wie diese Richtlinien ausgenutzt werden können. Die Zukunft wird zeigen, ob dieser Präzedenzfall andere Länder davon abhalten wird, ähnliche Praktiken anzuwenden.
Die Ablehnung der Anträge ist ein deutliches Zeichen: Der internationale Sportverband macht unmissverständlich klar, dass er nicht bereit ist, sich von finanziellen Anreizen beeinflussen zu lassen. Die Welt der Leichtathletik atmet auf – zumindest vorerst.
