Ataman attackiert eigenen center – holmes' freundin schlägt zurück
Ein 25-Punkte-Sieg sollte euphorisieren. Bei Panathinaikos Athen sorgt er für offenen Krieg. Trainer Ergin Ataman zerlegte nach dem 93:68 gegen AEK seinen eigenen Big Man Richaun Holmes öffentlich – und zog damit den Shitstorm der Spielerfrauen und die Gefahr eines Bruchs in der Kabine auf sich.
Ataman zündelt: „unsere big men schlafen auf dem feld“
Die Partie war noch nicht kalt, da ruderte der türkische Erfolgstrainer im Interview mit Nova Sports hart gegen sein Inner-Circle. „Wir hatten einen desaströsen Start, weil unsere Big Men – vor allem Holmes – keine Bewegung beim Pick-and-Roll machen. Sie schlafen auf dem Feld“, schoss Ataman. Den Rest des Kaders packte er mit ein: „Die Jungs müssen beweisen, dass sie besser sind als die anderen, sonst haben wir für sie keinen Platz.“
Die Worte trafen Holmes mitten in seine Professionalität. 489 NBA-Einsätze, davon 215 Starts, stehen im Lebenslauf des 32-Jährigen. Nach sieben Jahren in der besten Liga der Welt wechselte er im Sommer 2024 für ein EuroLeague-Salary von rund 1,2 Mio. Euro nach Athen. In 32 Spielen bringt er 8,3 Punkte und 4,3 Rebounds in durchschnittlich 17 Minuten – keine All-Star-Werte, solide für einen Backup-Fünf, der mit 60 Procent FG-Werfen arbeitet.

Holmes' partnerin: „das ist keine familie, das ist eine schande“
Statt sich zu ducken, lachte Holmes auf X (ehemals Twitter) mit drei Emojis ab – ein digitales Schulterzucken mit 2,3 Millionen Followern. Deutlicher wurde seine Partnerin Allexe auf Instagram: „Eine Organisation, die ihre Spieler öffentlich runtermacht, anstatt sie zu unterstützen, ist keine Familie, sondern eine Schande.“ Die Story wurde 48.000 Mal geteilt, bevor sie gelöscht wurde.
Intern brodelt es gewaltig. Laut Sporttime-Informationen zogen mehrere Leistungsträger – darunter Kendrick Nunn und Dinos Mitoglou – umgehend zu Manager Fragiskos Alvertis, um Klarheit zu fordern. Die Forderung: ein Krisengespräch mit Ataman, um weitere Eskalationen zu verhindern. Denn der Coach steht selbst unter Druck: Trotz derzeit 14:6-Bilanz in der Liga fehlt dem Favoriten auf Titel Nummer 40 die Konstanz in der EuroLeague (7:9).

Die zahl, die ataman schwächt: 0,92 punkte pro ballbesitz
Holmes' Offensiv-Rating liegt bei 92 – das schlechteste unter allen griechischen Centers der Liga. Gleichzeitig kassiert Panathinaikos mit ihm 11,4 Punkte weniger pro 100 Possessions als ohne. Die Statistik zeigt: Holmes tut sich in der Pick-and-Roll-Defense schwer, ist aber wertvoll im Help. Ataman nutzt die NBA-Defizite als Erklär, blendet aber die positiven Seiten aus – ein Spiel mit dem Feuer, denn die nächsten Gegner heißen Bayern München und Olympiakos.
Der Klub schweigt offiziell. Intern kursiert die Ansage, dass Ataman bis Freitag eine interne Richtigstellung liefern muss – oder die Geschäftsführung den Vorstand einberuft. Holmes' Vertrag läuft 2025 aus, die Option liegt bei ihm. Nach der öffentlichen Demontage dürfte er sie nicht ziehen. Dann wäre Panathinaikos den 4,3 Rebounds und 60 Prozent aus der Zone los – und Ataman womöglich seinen Job.
