Atalanta-lazio: percassi kocht alten groll wieder auf!
Mailand – Die Luft knisterte nach dem bitteren Ausscheiden der Atalanta Bergamo im Elfmeterschießen gegen Lazio Rom im Coppa Italia-Halbfinale. Doch Luca Percassi, der Geschäftsführer des Vereins, ließ seiner Frustration freien Lauf und warf einen verbitterten Blick zurück auf das Finale von 2019 – ein Spiel, das den Verein bis heute verfolgt.

Ein schiedsrichter-fehler, der geschichte schrieb
Percassi deutete an, dass die jüngste Entscheidung des Schiedsrichterteams, ein Tor von Ederson zu annullieren, nicht der erste umstrittene Moment gegen die Biancocelesti war. Sein Blick richtete sich unmissverständlich auf das brisante Finale von 2019, ebenfalls gegen Lazio. In jener Partie hatte ein Handspiel von Remo Mancini – damals im Trikot von Atalanta – nicht zu einem Elfmeter geführt. Ein Pfiff, der bis heute in der Atalanta-Gemeinschaft schmerzt.
Die Szene ereignete sich in der ersten Halbzeit, als ein Schuss von Remo De Roon von Mancinis Arm am Pfosten abgelenkt wurde. Kein Elfmeter, keine Überprüfung durch den VAR. Die Lazio ging später durch Milinkovic-Savic und Correa mit 2:0 in Führung und sicherte sich den Pokalsieg. Gasperini, der damalige Trainer, tobte nach dem Spiel und nannte den Pfiff einen „gravierenden Fehler“. Er betonte, dass die Entscheidung den eigenen Fans gegenüber respektlos sei und fragte, ob der VAR überhaupt einsatzbereit gewesen sei.
Das Echo der Vergangenheit
Percassis Äußerungen zeigen, dass der Vorfall von 2019 tiefe Wunden hinterlassen hat. Er äußerte sich empört über die erneuten umstrittenen Entscheidungen und stellte die Frage, ob die Atalanta mit den vorhandenen Mitteln fair behandelt werde. Es scheint, als ob der alte Groll wieder aufgestiegen ist und die jüngsten Ereignisse nur als Katalysator dienten. Die Fans der Atalanta finden sich in den Worten ihres Geschäftsführers wieder – sie fühlen sich ungerecht behandelt und fordern eine Verbesserung der Schiedsrichterleistungen.
Die Erinnerung an das Finale von 2019 wird die Atalanta weiterhin begleiten, ein Mahnmal für die Ungerechtigkeit, die im Fußball manchmal geschehen kann. Ob die Verantwortlichen in Rom aus den Fehlern der Vergangenheit lernen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der Traum von einem weiteren Pokalsieg ist geplatzt – und die Wut sitzt tief.
