Astronauten gucken fußball: wm-übertragungen an bord der iss bestätigt!
Houston – Während wir hier auf der Erde fieberhaft jeden Pfiff und jeden Treffer verfolgen, gibt es eine ganz besondere Fangemeinde im All: Die Astronauten der Internationalen Raumstation (ISS)! Die NASA hat bestätigt, dass die Crew der ISS bei genügend Zeit und Interesse die Möglichkeit hat, Fußballspiele der Weltmeisterschaft zu verfolgen. Ein Vorgeschmack darauf gab es bereits 2014.

Das johnson space center: mehr als nur astronauten-schule
Das Lyndon B. Johnson Space Center in Houston, liebevoll „Space City“ genannt, ist das Epizentrum der US-amerikanischen Raumfahrt. Hier werden Astronauten aus aller Welt auf ihre Missionen vorbereitet, weit entfernt vom Trubel des Kennedy Space Center in Florida, wo die Raketen tatsächlich starten. Die Stadt selbst ist bekannt für ihren Verkehr – oder besser gesagt, ihre Staus – aber für diejenigen, die hierherkommen, um die Sterne zu ergreifen, ist Houston der Ausgangspunkt.
Und wie sieht es mit dem Fußball aus? Die Antwort ist ein klares Ja. Chelsey Ballarte, Public Affairs Specialist der NASA, bestätigte, dass die Crewmitglieder bei ausreichend Zeit und Wunsch beantragen können, Spiele auf der Station zu zeigen. Das wissenschaftliche Programm, die Wartungsarbeiten und andere tägliche Aufgaben lassen die Zeit jedoch knapp werden, aber jedes Spiel ist potenziell möglich.
Jessica Mier, eine der Astronautinnen an Bord, hat kürzlich sogar ein Experiment durchgeführt, um zu zeigen, wie sich ein Fußball in der Schwerelosigkeit verhält – ein faszinierender Anblick für alle, die es gesehen haben!
Die Erinnerungen an 2014 sind noch lebendig: Astronauten Reid Wiseman, Steve Swanson und der Deutsche Alexander Gerst verfolgten damals das Spiel Deutschland gegen die USA (1:0) während ihrer Mittagspause. Gerst wettete sogar mit seinen Kollegen: Wenn die USA gewinnen, würden die anderen beiden eine kleine amerikanische Flagge auf seinen Kopf malen; bei einem deutschen Sieg sollte er sich rasieren lassen. Thomas Müller sorgte für den deutschen Sieg – ob die Wette gehalten wurde, ist ungewiss.
Antonio Pintus, Performance Manager von Real Madrid und zuvor beim Inter, verbrachte kürzlich eine Woche in Houston, um die Trainingsroutinen der Astronauten zu beobachten und mit spezifischen Übungen zu ergänzen. Die NASA war beeindruckt von der Nutzung von Daten und Technologie zur Leistungsanalyse – ein Beweis dafür, dass Exzellenz auch im Weltraum funktioniert.
Während Chris Williams, Jessica Meir, Jack Hathaway, Sophie Adenot, Sergei Mikaev, Sergey Kud-Sverchkov und Andrey Fedyaev ihre Zeit im All verbringen, können sie zumindest in den kurzen Pausen die Spannung der WM genießen. Ein kurzer Blick aus dem Fenster zur Erde, ein anderer zum Bildschirm – die Faszination des Fußballs überwindet selbst die Schwerkraft.
Die NASA hat bewiesen, dass auch im Weltall die Leidenschaft für Fußball nicht zu kurz kommt – ein kleiner, aber feiner Beweis dafür, dass die Welt des Sports wirklich grenzenlos ist.
