Aston martin: honda-partnerschaft droht am formel-1-abgrund!
Silverstone – Der Traum von Aston Martin, mit Honda im Rücken die Formel 1 zu erobern, scheint in einem Albtraum zu münden. Nach einem katastrophalen Saisonstart wirft die Partnerschaft mit dem japanischen Hersteller Fragen nach der Zukunft des Teams auf. Die Zahlen sind alarmierend, die Leistung des AMR26-Motors jammert – und die Erinnerungen an gescheiterte Projekte wie McLaren-Honda werden wach.
Ein fehlstart von historischem ausmaß
Die aktuelle Misere Aston Martins ist nicht einfach nur schlecht, sie ist historisch. Die ersten Rennen der Saison 2024 erinnern an die dunkelsten Kapitel der McLaren-Honda-Kooperation von 2015 bis 2017. Während McLaren damals zumindest gelegentlich in die Punkte fahren konnte, kämpft Aston Martin derzeit ums Überleben in jeder Qualifikation und jedem Rennen. Fernando Alonso, einst ein Hoffnungsträger, findet sich nun in einer Situation wieder, die er sich sicher anders vorgestellt hat.
Die Daten sprechen eine deutliche Sprache: Aston Martin liegt im Qualifying durchschnittlich 4,05 Sekunden hinter den Führenden zurück – bei McLaren waren es nie mehr als drei Sekunden. Im Rennen schafft es der AMR26 kaum, die Hälfte der Distanz zu bewältigen, während McLaren in seiner schlechtesten Saison 2016 immerhin 73 Prozent der Rennstrecke absolvierte. Der Vergleich ist demütigend.

Mclaren als mahnung: ein aufstieg aus der hölle
Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: McLaren. Das Team aus Woking schaffte es im vergangenen Jahr, von den hinteren Reihen in die Spitze vorzustoßen. „Wir haben gesehen, wie sie von ganz unten nach oben kletterten“, kommentierte Alonso, „vielleicht ist es zu optimistisch, aber es ist der Traum.“ Aston Martin muss sich fragen, wie McLaren diesen Wandel geschafft hat und welche Fehler das Team aus Silverstone macht.
Die Probleme sind vielfältig: Neben den offensichtlichen Mängeln am Motor, der an Zuverlässigkeit mangelt, gibt es auch aerodynamische Schwächen und Probleme mit dem Fahrzeuggewicht. Mike Krack, Aston Martins Teamchef, räumte ein: „Wir sind nicht gut in schnellen Kurven und liegen nicht im optimalen Gewichtsbereich. Das müssen wir lösen.“
Die Verantwortlichen bei Honda arbeiten fieberhaft an Lösungen, es werden Updates für die Antriebseinheit erwartet. Dennoch scheint die Aufgabe immens. Die Erwartungen sind gedämpft, und viele Experten bezweifeln, dass Aston Martin mit dem aktuellen Konzept jemals wirklich um die Weltmeisterschaft kämpfen kann.
Die Saison ist noch lang, und es gibt theoretisch die Möglichkeit, die Probleme in den Griff zu bekommen. Doch die Zeit drängt, und Aston Martin muss schnell handeln, wenn der Traum von der Formel-1-Spitze nicht endgültig begraben wird. Die Partnerschaft mit Honda steht vor ihrer größten Herausforderung – und die Zukunft des Teams hängt davon ab, wie diese gemeistert wird.
