Aston martin: honda-partnerschaft droht am formel-1-abgrund!

Silverstone – Ein jähes Erwachen für Aston Martin: Das ambitionierte Projekt unter der Führung von Teamchef Mike Krack scheint in einer tiefen Krise zu stecken. Die Partnerschaft mit Honda, die mit großen Erwartungen begann, entwickelt sich zu einem Alptraum und erinnert an die gescheiterten Versuche von McLaren in der Vergangenheit.

Daten, die alarmieren: vergleich mit mclaren-honda

Die ersten Rennen der Saison 2024 offenbaren ein erschreckendes Bild. Aston Martin liegt in praktisch allen Bereichen hinter den Erwartungen zurück. Die Diskrepanz zur Konkurrenz beträgt durchschnittlich 4,05 Sekunden pro Runde – ein astronomischer Wert in der Formel 1. Im Vergleich dazu blieben die McLaren-Boliden 2015 bis 2017 stets innerhalb von drei Sekunden. Selbst in jenen schwierigen Jahren konnte McLaren zumindest im Mittelfeld mithalten, während Aston Martin aktuell kaum aus den letzten Positionen entweicht.

Die Realität ist hart: Nur Fernando Alonso konnte in Japan mit einem stark reduzierten Motor überhaupt die Zielflagge sehen. Aston Martin hat lediglich 62,67 % der Rennstrecken zurückgelegt – ein trauriger Vergleich zu McLaren, der in seiner schlechtesten Saison 2016 noch 73 % der Distanz bewältigte. Die Zuverlässigkeit des AMR26 lässt also zu wünschen übrig.

Alonso mahnt zur geduld, aber die zeit drängt

Alonso mahnt zur geduld, aber die zeit drängt

„Die Saison ist lang, und wenn wir die Probleme identifizieren und lösen, haben wir noch Zeit, uns in der zweiten Saisonhälfte oder im letzten Drittel deutlich zu verbessern“, so Alonso nach dem enttäuschenden Saisonstart. Doch die Zeichen stehen schlecht. Experten bezweifeln, dass Aston Martin mit den aktuellen Problemen jemals eine ernsthafte Konkurrenz darstellen wird. Die Aerodynamik des Autos scheint ebenfalls nicht optimal zu sein, und das Team arbeitet fieberhaft daran, Gewichtseinsparungen zu erreichen.

Die Erinnerung an die McLaren-Honda-Ära, die von 2015 bis 2017 für bittere Enttäuschungen sorgte, ist allgegenwärtig. Auch damals kämpfte das Team mit unzuverlässigen Motoren und aerodynamischen Schwächen. Es wäre ein Wunder, wenn Aston Martin diesen Weg vermeiden könnte. Der Druck auf Teamchef Krack und die Ingenieure ist enorm, denn die Investitionen in das Projekt sind immens.

Ein Blick zurück: Selbst Toyota, der über 400 Millionen Euro pro Saison investierte, konnte in seiner Formel-1-Zeit nur 13 Podestplätze erzielen, ohne jemals einen Grand Prix zu gewinnen. BMW, der unter dem Banner von Sauber seine Ambitionen verfolgte, scheiterte ebenfalls an der Spitze, nachdem man 2008 kurz vor dem Durchbruch stand. Die Formel 1 ist ein unerbittlicher Wettbewerb, in dem nur wenige Teams langfristig erfolgreich sind.

Die Frage ist nicht, ob Aston Martin scheitern wird, sondern wann. Die Fans und insbesondere Fernando Alonso hoffen auf ein Wunder, doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Der Weg zurück in die Erfolgsspur ist lang und steinig, und es bleibt zu hoffen, dass Aston Martin die nötigen Ressourcen und das Know-how besitzt, um die Krise zu überwinden und eine konkurrenzfähige Formel-1-Mannschaft zu werden.