Aston martin: f1-albtraum geht weiter – alonso verabschiedet sich erneut

Montreal – Die Alarmglocken bei Aston Martin schrillen ohrenbetäubend. Nach fünf Rennen der Formel-1-Saison 2026 steht Aston Martin da, wo niemand hinwollte: am Tabellenende der Herstellerwertung. Ein einziger Punkt fehlt, und die Entschuldigungen von Cadillac, die zumindest eine gewisse Konsistenz aufweisen können, klingen angesichts der britischen Misere fast schon höflich.

Alonso

Alonso's pechsträhne setzt sich fort

In Kanada wiederholte sich die bittere Geschichte. Fernando Alonso musste erneut aufgeben, und es war bereits der dritte Ausfall in dieser Saison. Eine erschreckende Parallele zu seinem desaströsen Jahr 2017 bei McLaren-Honda lässt sich hier nicht übersehen. Tatsächlich erinnert der aktuelle Saisonstart mit drei Ausfällen in fünf Rennen an die dunklen Tage von 2015 – erneut mit Honda im Hintergrund. Diesmal war es ein Problem mit dem Sitz, das Alonso den Startschlusspunkt bescherte. Doch ehrlich gesagt, die AMR26 vermittelte ohnehin keine positiven Gefühle. Das Tempo war einfach nicht da, und ein Ergebnis wäre ohnehin unwahrscheinlich gewesen. Zumindest beendete Lance Stroll das Rennen auf dem 15. Platz – eine kleine Genugtuung, wenn man will.

Mike Krack, der Teamchef, versuchte, die Situation mit einer Prise Optimismus zu beschreiben. "Vom reinen Leistungsniveau her waren wir da, wo wir erwartet haben.", so Krack. "Ein paar gute Entscheidungen zu Rennbeginn hätten uns in eine vielversprechende Position bringen können. Fernando war zeitweise sogar Zehnter, Lance Vierzehnter, und das nach dem Start aus der Boxengasse – das sieht alles vielversprechend aus." Doch die Realität holte die Hoffnungen schnell wieder ein. Aston Martin muss sich eingestehen, dass sie noch weit hinter ihren Erwartungen zurückbleiben.

Die Verbesserungen sind da, aber der Rückstand ist immens. Zwischen Miami und Kanada habe man die Gangschaltung und die Reduzierungen verbessert, doch die drei Sekunden Rückstand auf die Spitze lassen sich nicht einfach wegzaubern. Diese Lücke muss durch mehr Motorleistung und ein verbessertes Aerodynamikpaket geschlossen werden – ein Unterfangen, das frühestens in der zweiten Saisonhälfte Früchte tragen dürfte. Die Hoffnung auf Monaco ist groß, da der Motor dort eine geringere Rolle spielt. Doch die Wahrheit ist: Aston Martin muss dringend Daten sammeln und testen, um die Probleme anzugehen.

Alonso selbst zeigte sich nach seinem erneuten Ausfall bemüht, das Positive zu sehen. "Ein etwas besserer Wochenendverlauf als die vorherigen, wir waren ein bisschen konkurrenzfähiger. Wir werden sehen, ob wir diesen Trend fortsetzen können. Monaco ist das nächste Ziel, ein anderer Kurs, sehr langsam. Der Motor wird dort weniger wichtig sein, also vielleicht gibt es dort eine zusätzliche Hoffnung.", so der Spanier. Doch die Worte klingen wie ein verzweifelter Versuch, die bittere Realität zu beschönigen.