Aston martin: ein formel-1-projekt am scheideweg?
Die Formel 1 ist ein Spielplatz für Milliardeninvestitionen und technologisches Know-how, aber auch ein Friedhof für ehrgeizige Projekte. Aston Martin scheint derzeit auf einer gefährlichen Spur zu wandeln. Nach einer dramatischen Eröffnung der Saison stellt sich die Frage: Wird das ambitionierte Projekt mit Honda-Antrieb scheitern, oder ist hier noch eine Wende möglich?
Die schatten der vergangenheit: mclaren und honda
Die Geschichte der Formel 1 ist gespickt mit gescheiterten Projekten, die enorme Summen verschluckten. Toyota investierte über 400 Millionen Euro pro Saison, ohne jemals einen Grand Prix zu gewinnen. BMW, unter der Ägide von Sauber, setzte auf eine Reglementänderung im Jahr 2009, die sich als verhängnisvoll erwies. McLaren und Honda bildeten eine Partnerschaft im Jahr 2015, die in einem desaströsen Kapitel der Formel-1-Geschichte endete.
Fernando Alonso, der im McLaren-Honda unterwegs war, glaubt dennoch an eine mögliche Trendwende: „Man hat gesehen, wie McLaren 2023 von den letzten Positionen an die Spitze zurückkehrte. Das ist vielleicht zu optimistisch, aber es ist der Traum.“ Doch die aktuelle Situation bei Aston Martin ist besorgniserregend – die Daten sprechen eine deutliche Sprache.
Die Daten lügen nicht: Aston Martin liegt in praktisch allen Bereichen hinter der Konkurrenz zurück. Die Differenz auf die führenden Teams beträgt durchschnittlich 4,05 Sekunden pro Runde, während McLaren in keinem Rennen diese Differenz überschritt. Im Vergleich zu den McLaren-Honda-Jahren 2015 bis 2017, als das Team zumindest regelmäßig in den Punkten landete, kämpft das AMR26 derzeit darum, überhaupt das Ziel zu sehen.
Nur Alonso konnte in Japan, mit stark reduzierter Leistung, die Zielflagge sehen. Aston Martin hat lediglich 62,67 % der Rennen absolviert, während McLaren in seiner schlechtesten Saison 2016 immerhin 73 % der Distanz zurücklegte. Die Unzuverlässigkeit des AMR26 ist ein gravierendes Problem.

Die suche nach lösungen: aerodynamik und gewicht
Teamchef Mike Krack räumt ein: „Wir müssen ehrlich sein, es liegt ein Teil der Verantwortung bei uns. Wir sind nicht gut in schnellen Kurven und haben Probleme mit dem Gewicht.“ Aston Martin arbeitet fieberhaft an aerodynamischen Updates und dem Reduzieren des Gewichts. Auch Honda wird Maßnahmen ergreifen müssen, um die Zuverlässigkeit des Antriebs zu verbessern. Die Frage ist, ob diese Maßnahmen rechtzeitig greifen können.
Die Erwartungen an Adrian Neweys Chassis waren hoch, doch es scheint, dass das Auto nicht optimal konstruiert wurde. Die Saison scheint sich bereits jetzt als enttäuschend zu entwickeln. Die Fans und Experten warten gespannt darauf, ob Aston Martin seine Probleme in den Griff bekommen kann, oder ob das Projekt scheitern wird. Nur die Zeit wird es zeigen.
„Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, fasste Krack zusammen, während die Mechaniker im Boxenstopp fieberhaft an dem AMR26 arbeiten. Die Aufgabe ist groß, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
