Arsenal entkommt – city patzt, 7 punkte vorsprung!
Die Gunners tanzen schon, während Pep Guardiola noch den Kopf schüttelt. 2:2 in Nottingham, sieben Zähler Rückstand, Spiel weniger – die Premier-League-Titel-Rallye kippt.
City stolpert, arsenal fliegt
Bukayo Saka traf früh, Brighton erstickte im eigenen Stadion an Gabriel Magalhães’ Schulter und William Salibas Tempo. 1:0 reichte, weil 250 Kilometer nördlich Antoine Semenyo und Rodri zwar trafen, aber Murillo in der 99. Minute den Ball von der Linise kratzte. Die City-Anhänger verstummten, die Arsenal-Fans begannen zu singen: „We’re gonna win the league.“
Die Zahlen sind gnadenlos: Nach 28 Spielen hat Arsenal 68 Punkte, City 61 – und die Begegnung am 19. April in Manchester verliert an Brisanz. Selbst eine Niederlage würde die Gunners nicht mehr vom ersten Platz stoßen, solange sie die restlichen Spiele gewinnen. Das Selbstvertrauen ist zurück, seit Arteta seine Mannschaft auf Umstellungen verzichtet ließ und stattdischen Blockfußball bot: kompakt, schnell, unbeirrbar.
Guardiola dagegen muss erklären, warum Haaland nur drei Tore in den letzten elf Ligaspielen erzielte und warum die sonst so sichere Defensive zweimal gegen den Abstiegskandidaten Forest einbrach. Bernardo Silva mault über Schiedsrichter-Entscheidungen – ein Zeichen der Machtlosigkeit. Die Meister-Elf wirkt müde, der Rhythmus stumpf.

Die stunde der wahrheit rückt näher
Am 30. März empfängt Arsenal Luton, City muss nach Anfield. Dann folgt das Topspiel gegen Arsenal selbst, danach Crystal Palace – ein Programm, das nach Punkten statt Poesie schreit. Die Gunners haben die bessere Ausgangslage, die bessere Form, die bessere Moral. Und sie haben Saka, der mit seinem abgefälschten Schlag den Sieg einleitete, sowie den besten Keeper der Liga: David Raya hält seit fünf Spielen das Tor zu.
Die Premier League schreibt jeden Spieltag neue Dramatik. Doch wer jetzt noch aufholen will, muss perfekt sein – und auf einen Patzer des Tabellenführers hoffen. Guardiola kennt die Rechnung: „Wir brauchen ein Wunder.“ Die Uhr tickt. Die Gunners bereits.
