Arnautovic schreibt geschichte: österreichs rekordmann sticht bei wm-sieg hervor

Marko Arnautovic hat bei Österreichs erfolgreichem WM-Debüt gegen Jordanien nicht nur die Herzen der Fans erobert, sondern auch einen neuen Meilenstein in seiner beeindruckenden Karriere gesetzt. Mit seinem Treffer vom Elfmeter in der Nachspielzeit sicherte er nicht nur den Sieg, sondern übertraf auch einen historischen Altersrekord.

Der älteste wm-teilnehmer im öfb-team

Der älteste wm-teilnehmer im öfb-team

Mit 37 Jahren und 59 Tagen ist Marko Arnautovic nun der älteste Spieler, der jemals für die österreichische Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft aufgelaufen ist. Diese Bestmarke übertrifft den bisherigen Rekordhalter Michael Konsel, der 1998 mit 36 Jahren und 109 Tagen ebenfalls Geschichte schrieb. Arnautovic, der aktuell bei Roter Stern Belgrad unter Vertrag steht, wurde von Trainer Ralf Rangnick in der 46. Minute für Sasa Kalajdzic eingewechselt und bewies in seinem 134. Länderspiel seine Klasse.

Die Emotionen kochten nach dem Spiel über. „Es waren für mich die ersten WM-Minuten, meine Familie auf der Tribüne, ein Tor gemacht und gewonnen – es gibt nichts Schöneres“, gestand Arnautovic im „ORF“. Seine persönlichen Rekorde interessieren ihn jedoch weniger. Sein Fokus liegt klar auf dem Turnier: „Meine Rekorde sind mir egal. Ich will bei meinem letzten Turnier mit dieser Mannschaft einfach alles geben.“

Seine beeindruckende Bilanz spricht für sich: Arnautovic führt die österreichische Torschützenliste mit 48 Treffern an, vor Legenden wie Toni Polster (44) und Hans Krankl (34). Als Rekordspieler übertrifft er nun David Alaba (114) und Andreas Herzog (103) in der ewigen Bestenliste des ÖFB.

Neben seinem Rekordalter gehört Arnautovic auch zu den wenigen österreichischen Spielern, die sowohl bei einer EM als auch bei einer WM erfolgreich waren – ein Beweis für seine außergewöhnliche Karriere und sein Talent. Die Leistung von Romano Schmid, der die Führung erzielte, und die Erinnerung an den ehemaligen Nationalspieler Ivica Vastic, runden das Bild eines Teams ab, das mit Leidenschaft und Können in dieses Turnier geht.

Die Vorwürfe eines „toxischen“ Umfelds um Nationalteamkapitän Granit Xhaka werfen einen Schatten auf die Vorbereitungen, doch auf dem Platz bewies das Team von Ralf Rangnick, dass sie sich davon nicht entmutigen lassen. Österreich hat den ersten Schritt getan und zeigt, dass man ein ernstzunehmender Gegner bei dieser Weltmeisterschaft sein will. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob diese Leistung nachhaltig ist.