Argentinien ruft, spanien zittert: sevillas flügelflitzer oso steht vor dem durchbruch
Der Name Oso hallt jetzt auch in Buenos Aires durchs Estadio Monumental. Lionel Scaloni hat ihn öffentlich auf die 55er-WM-Vorauswahl Argentiniens gesetzt – und damit den spanischen Klub Sevilla vor ein Problem gestellt, das bis 2027 reicht, aber schon morgen knallhart werden kann.
Warum argentinien plötzlich heiß auf den torrevieja-linienstrang ist
Geboren in Alicante, argentinische Eltern, doppelter Pass – das reicht, um den 21-Jährigen zum begehrtesten Passport-Player Südamerikas zu machen. Scaloni sah ihn im Seville-Derby gegen Betis, als Oso in der 73. Minute einwechselte und binnen 17 Minuten zwei Balleroberungen sowie die Vorlage zum 1:0-Sieg verbuchte. „Wir haben ihn auf der Liste, weil er räumlich verteidigt und gleichzeitig die Außenlinie hochzieht wie ein klassischer argentinischer Maradona-Flügel“, sagte der Trainer nach der 3:0-Pleite gegen Zambia, die nur noch als Testlauf zählt.
Die interne Scouting-Datei, aus der ElDesmarque zitiert, listet Oso auf Platz 47 der 55 Kandidaten – hinter Tagliafico, Acuña und Rojas, aber vor zwei weiteren Spanien-Legionären. Die endgültige 26er-Liste kommt am 30. Mai 2025. Für Oso wäre es das Sprungbrett, doch genau das fürchtet Sevilla.

15 Millionen heute, 50 morgen – der poker um die ausstiegsklausel
Sein Vertrag läuft bis 2027, die Ablöse steht bei 15 Millionen Euro. Ein einziger weiterer Einsatz über 45 Minuten hebt sie automatisch auf 20. Die sportliche Leitung will vor Sommerende auf 50 hochverhandeln, weil Chelsea, Leipzig und Milan längst mit Scouting-Berichten und Zweit-Medizin-Chefs vor der Tür campieren. Der Spielerberater Miguel Ángel Portugal junior ließ verlauten, man wolle „die sportliche Entwicklung nicht durch monetäre Schnellschüsse gefährden“. Klubintern heißt es, dass Oso 50 % der nächsten Ablöse selbst kassieren würde – ein Konstrukt, das Sevilla vor die Aufgabe stellt, entweder jetzt zu verlängern oder im Sommer 2025 mit offenem Visier zu verkaufen.
Die A-Kniefrage lautet: Verdient ein Spieler, der bislang nur 412 LaLiga-Minuten aufweist, eine Klausel in Coutinho-Höhe? Die Antwort lieferte er selbst am vergangenen Sonntag im Camp Nou, als er über 94 Meter sprintete, Gavi den Ball abluchste und dem Führungstor vorarbeitete. Sein Peak-Geschwindigkeitswert: 34,2 km/h – schneller als jeder argentinische Außenverteidiger bei der WM 2022.

Wer zuerst kommt, kriegt den flügel
Scaloni will ihn im Juni ins Trainingslaut in Miami einfliegen, Sevilla will ihn vorher unter Dach und Fach bringen. Argentinien droht, Spanien droht, der Markt wartet. Die Deadline ist nicht der 30. Mai – sie ist längst verstrichen, seit Oso das erste Mal die Nervión-Seitenlinie entlangflog. Wer ihn dann noch bezahlen will, zahlt nicht 15, nicht 20, sondern direkt 50 Millionen Euro. Und die zahlen nur die, die ihn auch wirklich brauchen – nicht die, die ihn nur kennen.
