Arbeloa zwingt seine letzten sieben mann auf die trainingsfläche
Valdebebas. Während 13 Profis ihre Nationalmannschaften bedienen, stellt Arbeloa die Uhrtür um: nur zwei freie Tage statt der sonst üblichen drei. Grund: er hat sieben gesunde Feldspieler – nicht mehr. Die restlichen Körper sind entweder im Flieger oder im Behandlungszimmer.

Die verwaiste insel im atlantik der stars
Lunin flog nicht mit zur Ukraine, obwohl sein Land um den letzten WM-Ticket kämpft. Trent Alexander-Arnold schaute bei Southgate nur zu, Carvajal hofft noch auf einen Anruf von De la Fuente. Sie alle sind jetzt Arbeiter auf Valdebebas, wo der Rasen fast so groß wie die Lücke im Kader wirkt.
Dahinter steckt eine simple Rechnung: Courtois, Rodrygo, Mendy und Ceballos fehlen langfristig. Letzterer trabt schon wieder mit der Gruppe, aber ein Comeback ist frühestens in 14 Tagen denkbar. Militao hingegen könnte nach Länderspielpause seine erste Competitive-Minuten seit dem Kreuzbanddrama bekommen – ein Lichtblick, das die Defensive entlastet.
Arbeloa verzichtet auf Alonsos Lockangebot von drei freien Tagen. Stattdessen: Doppelschichten, Ballbesitzübungen unter Zeitdruck und Sprintserien, die die Lungen der Verbliebenen schreddern. Carlo Ancelotti plante einst dasselbe, doch damals zerrieben sich 70 Partien in einer Saison seine Idee. Nun übernimmt Arbeloa die harte Linie, weil die entscheidenden Wochen nahen und Gleichgewicht nur durch Mehrarbeit entsteht.
Die sieben Vollverfügbaren – darunter Valverde, Tchouaméni und Vinícius – bissen die Zähne zusammen. Sie wissen: wer jetzt nachlässt, bekommt im Mai keine zweite Chance. Der Klub wartet auf den 15. Titel, die Spieler auf ihre Ersatzkräfte, und Valdebebas wartet darauf, dass endlich wieder Vollbeschäftigung herrscht.
